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Gerechtigkeit für Bischof Hudal

Alois Hudal war nicht ­„Hoftheologe der NSDAP“ wie ein angeblich katholischer Historiker in bewußter ­Verdrehung der Tatsachen schrieb. Sein Buch
„Die Grundlagen des Nationalsozialismus“ waren eine kritische Auseinandersetzung mit der Ideologie des NS, die klar unterschied, welche Positionen noch mit der Lehre der Kirche vereinbar waren, und welche eindeutig nicht mehr: so die biologistische Rassenlehre, der totalitäre Staatsbegriff, der den Persönlichkeitswert des einzelnen Menschen unterdrückte, und der radikale Nationalismus unter Preisgabe des Naturrechts. Hudal sah im NS zwei Strömungen kämpfen, eine „linksradikale“, die er mit ­seiner Schrift zu bekämpfen suchte, und eine „rechtskonservative“, zu der er eine Brücke schlagen wollte.
Als Rektor der deutschen Nationalkirche in Rom, Santa Maria dell’ Anima, half Bischof Hudal im Krieg geflohenen alliierten Kriegsgefangenen ebenso wie zahlreichen Juden, und nach dem Krieg von den Alliierten verfolgten Deutschen. Schon 1980, anläßlich der Veröffentlichung der Tagebücher von Bischof Hudal, erklärte dessen Nachfolger, Monsignor Jakob Weinbacher, er sei zur Auffassung gelangt, „daß Bischof Hudal ungerechterweise und vorsätzlich zum Sündenbock gemacht wurde. Es ist kaum anzunehmen, daß seine Aktionen nicht im Einklang mit der damaligen Politik seiner Auftraggeber im Vatikan erfolgt sind. Er dürfte wohl das unschuldige Opfer der Kämpfe und Intrigen zu Beginn des Kalten Krieges gewesen sein …“

Von Fred Duswald

Kein „braunes Schaf“, sondern ein wahrer Mann der Caritas


In einem stillen Winkel hinter der prachtvollen Piazza Navona in Rom träumt die Kirche Santa Maria dell’Anima vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Zu dieser historischen Nationalstiftung aus dem 16. Jahrhundert zählt, gekrönt von drei Reichsadlern aus dem 15. Jahrhundert, auch ein Priesterkolleg für Studierende deutscher Zunge: „Anima – hier ist ein Stück Deutschland“, huldigte Alois Hudal, von 1928 bis 1952 Rektor des Kollegs, dem Genius loci. „Deutscher Geist in Rom. Möge es immer so bleiben!“1

Nach dem Zweiten Weltkrieg auf Grund alliierten Drucks vom Vatikan in die Wüste geschickt, starb der darob verbitterte Bischof 1963. Er ruht auf dem Campo Santo Teutonico, dem deutschen Friedhof der Ewigen Stadt. Gemeinsame Feinde der katholischen Kirche und des deutschen Volkes lassen ihn jedoch nicht in Frieden ruhen: Sie werfen ihm die Todsünde vor, gefährdeten Personen durch Fluchthilfe nach dem verlorenen Krieg das Leben gerettet zu haben. Als Buhmann unter den Bischöfen galt Hudal lange in der verzerrten zaeitgeschichte. Dann hat das dankbare Zeugnis eines neuseeländischen Generals, der auf der Flucht aus deutscher Gefangenschaft 1944 Unterschlupf in der Anima gefunden hatte,2 den unberechtigt beschuldigten Hudal exculpiert und eine Wende in der Bewertung des Bischofs eingeleitet.
Alois Hudal wurde 1885 in Graz geboren und 1908 zum Priester geweiht, 1911 zum Doktor der Theologie promoviert und 1919 zum Universitätsprofessor berufen. 1923 wurde Hudal Rektor der Anima und 1933 Titularbischof von Ela. Sein bischöflicher Wahlspruch „Ecclesiae et nationi“ („Für Kirche und Volk“) spiegelt Hudals inniges Verhältnis zur deutschen Nation wider, zu der er sich als Österreicher selbstverständlich zählte. Vom Aufstieg der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und von den Anfangserfolgen ihres Führers fasziniert, veröffentlichte er 1937 eine Abhandlung über Die Grundlagen des Nationalsozialismus.3 Hudal sieht das Dritte Reich zwar in historischem Zusammenhang mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, wehrt sich aber gegen Tendenzen, die den Katholizismus in seiner Substanz gefährden könnten. Er strebt daher einen christlichen NS an mit klarer Trennung von Politik (als Sache des NS) und Religion (als Bereich der Kirche), wobei das Reichskonkordat vom 20. Juli 1933 (Reichsgesetzblatt II, S. 679) einen solchen Ansatz nahelegt.
Solange der Nationalsozialismus ausschließlich politisch und sozial motiviert bleibt, ruft Hudal zur Beteiligung auf, zeigt sich die NS-Ideologie jedoch als Religionsersatz, dann habe die Kirche sie zurückzuweisen. Stark differenziert er in der Einschätzung der Vertreter der NSDAP, wobei er sich auf diejenigen stützen will, die ihrerseits eine Zusammenarbeit mit der Kirche suchen. Eine natürliche Gemeinsamkeit der Interessen sah Hudal in der Abwehr des Ostbolschewismus. Dem Buch voran stellte er das Molotow-Motto: Die Weltrevolution ist in der größten Gefahr, wenn es zur ideologischen und organisatorischen Verständigung zwischen der katholischen und der faschistischen Internationale kommen sollte. Die Komintern muß dieselbe verhindern, und auf deutschem Boden wird es zum Kampf zwischen diesen Mächten kommen.
In Erfüllung gingen bekanntlich nicht Hudals fromme Wünsche, sondern Molotows gottlose Suggestionen: Im Ringen um den rechten Weg des Nationalsozialismus behielten linke Scharfmacher die Oberhand: „Ich persönlich habe immer für den Sieg Deutschlands und Italiens gebetet, unbekümmert um manche höchst betrübenswerte und schärfstens zu verurteilende Begleiterscheinungen der beiden großen politischen Bewegungen“, hinterließ Hudal in seinen Erinnerungen, denn Kampf und Sieg betrafen nicht Hitler oder den NS, sondern Deutschland, Italien und die Zukunft von ganz Europa.4

Helfer der Verfolgten

Nach dem Abfall Italiens vom Achsenbündnis beschaffte er bei der deutschen Besatzungsbehörde 500 Schutzausweise für Klöster und kirchliche Anstalten, wodurch mehrere tausend Menschen, darunter nicht wenige Juden, gerettet wurden. Seine guten Beziehungen zum deutschen Vatikan-Botschafter Ernst von Weizsäcker und zum deutschen Stadtkommandanten General Stahel trugen maßgeblich zum Entgegenkommen bei, mit dem die Anliegen des Vatikans von deutschen Stellen in Rom behandelt wurden.5
Als die Alliierten das geräumte Rom am 4. Juni 1944 kampflos besetzen durften und eine britische Truppe unter den Dudelsackklängen der antipäpstlichen Komposition Lillibullero am Papst vorbeigezogen war, erhielt Hudal die Befugnis, Ausweiskarten für Österreicher zu unterfertigen: „Ich habe gegen tausend unterschrieben, aber weitherzig nicht wenige Reichsdeutsche miteinbezogen, um sie in diesen schwierigen Monaten vor KZ und Gefängnis zu bewahren.“6 In noch größerem Umfang gelang ihm dies als Leiter der österreichischen Abteilung des Päpstlichen Hilfswerks für ausländische Flüchtlinge. Er sei stolz darauf, Verfolgte mit Hilfe falscher Ausweispapiere ihren möglichen Peinigern entrissen und ihnen die Flucht in glücklichere Länder ermöglicht zu haben, betonte der Bischof.
Die Schiffspassagen seiner Schützlinge finanzierte Hudal aus Mitteln, die die amerikanische „National Catholic Welfare Conference“ den nach Ländern gegliederten Hilfsorganisationen zufließen ließ. Die Pässe stellte das Internationale Rote Kreuz aus, um die Beschaffung der Einreisevisa bei den Konsulaten kümmerte sich Hudal.
Diese Hilfsbereitschaft kostete den Bischof schließlich seinen Ruf und die weitere Karriere. Böse Zungen, die die Zeitgeschichte verzerren, stiften sogar unter der Geistlichkeit Verwirrung: „Bischof Hudal war das einzige braune Schaf der katholischen Kirche im Bischofsrang“, meinte der Salzburger Weihbischof Laun, weil er auf Grund seiner Verblendung manchen von ihm für harmlos gehaltenen Leuten zur Flucht verholfen habe.7
In Wahrheit war Hudal weder Schaf noch braun. Wohl hatte er sich für einen Nationalsozialismus mit menschlichem Antlitz eingesetzt, als Konsultor des Heiligen Offiziums aber auch dafür gesorgt, daß Alfred Rosenbergs Mythos des 20. Jahrhunderts und andere „ketzerische“ Publikationen auf den Index8 gesetzt wurden. Im Anschluß an den Anschluß, den der Bischof wie die Überzahl der Österreicher begrüßt hatte, wurde das Hudal-Buch beschlagnahmt.9
Wäre Hudal wirklich „Nazi“-Bischof gewesen, hätte sein unmittelbarer Anima-Nachfolger Jakob Weinbacher, der von den Nationalsozialisten politisch verfolgt worden war,10 nicht das Vorwort zu den Römischen Tagebüchern geschrieben. Franz Wasner, dritter Nachfolger im Rektorat der Anima, war nach dem Anschluß mit der legendären Trapp-Familie11 aus politischen Gründen emigriert,12 ehrte aber dennoch das Andenken des Verewigten und enthüllte vorwurfsvoll an Hand eines Abschiedsbriefes aus dem Nachlaß, was in Hudals Seele in diesen seinen letzten Jahren vor sich ging.13

Unrechtsjustiz

Hudals Fluchthilfe für Verfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg war nichts anderes als angewandte Nächstenliebe. Niemanden hat er der irdischen Gerechtigkeit entzogen. Diese gab es nämlich nicht im Nazijagdrevier der Alliierten. Vor einem Kongreß von Strafrechtlern in Rom kritisierte Papst Pius XII. 1953: „Einem unbeteiligten Dritten bereitet es Unbehagen, wenn er sieht, wie nach Abschluß der Feindseligkeiten der Sieger den Besiegten wegen Kriegsverbrechen aburteilt, während sich der Sieger den Besiegten gegenüber ähnlicher Handlungen schuldig gemacht hat.“
Auch Schuldige haben Anspruch auf ein faires Verfahren. Die Schauprozesse unter der Regie der verfahrensrechtlich unzuständigen USA aber beruhten großteils auf falschen Zeugenaussagen und erfolterten Geständnissen. In Verfahren zur Erreichung von Zielsetzungen wurden folgende Foltermethoden nachgewiesen: Dunkelhaft, ständige Störung der Nachtruhe, Vorbereitung der Verhöre durch Schläge mit Fäusten und Metallstangen, Fußtritte gegen Schienbeine und Geschlechtsteile, Überstreifen von blutverkrusteten übelriechenden Kapuzen, stundenlanges Warten mit erhobenen Armen, brutale Mißhandlung mit schweren Verletzungen, Schläge und Tritte bis zur Bewußtlosigkeit, Scheinverhandlung als Schnellgericht mit Todesurteil bei Kruzifix und Kerzen mit falschen Zeugen, falschen Eiden, gefälschten schriftlichen Aussagen unter Mißbrauch amerikanischer Offiziersuniform, Scheinhinrichtung mit Anziehen des Stricks bis zum Eintritt der Bewußtlosigkeit nach Aufforderung zum Äußern des letzten Wortes, Versprechungen auf Strafmilderung und Freilassung im Falle der Niederschrift des gewünschten Geständnisses, Drohung mit Repressalien gegen Mütter, Schwestern, Frauen und Kinder, Beschimpfungen und Verhöhnung der Familienangehörigen. Gedeckt waren die Methoden durch Direktiven der US-Militärregierung vom 30. November 1945, in denen es hieß: Die Verfahren (vor den Gerichten der US-Militärregierung) sind im Hinblick auf die volle Erreichung dieser Zielsetzung (Schutz der US-Besatzungsstreitkräfte und Verfolgung der politischen, militärischen und administrativen Ziele) zu führen. Rechtliche und solche Gesichtspunkte, die das äußere Verfahren betreffen, dürfen dieses Ergebnis nicht beeinträchtigen.
Die Verfahren unter der Ägide der Alliierten waren daher menschenrechtswidrig (vgl. Art. 5, 8, 10, 11 AEMR). Sie waren mit Fehlern behaftet, von denen jeder einzelne Nichtigkeit bewirkt. Nicht Urteile wurden verkündet, sondern Nichturteile. Die Vollstreckung von Nichturteilen ist ein Verbrechen. Für diejenigen Menschen, denen Hudal zur Flucht verhalf, galt die Unschuldsvermutung (Art. 11 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte). Und dieser entspricht auch die Unschuldsgewißheit bezüglich des Bischofs.

Das Zeugnis des Generals

Genug des Rufmords: Es erstand dem Andenken des guten, nur von politisch Korrekten schlecht gemachten Hirten plötzlich ein unverdächtiger Ehrenretter: Unter der Überschrift „NS-Zeit: Zeitzeuge wirft neues Licht auf Bischof Hudal“ berichtete Kathpreß: Ein Buch mit Erinnerungen eines neuseeländischen Generals wirft ein neues Licht auf die Rolle des österreichischen Bischofs Alois Hudal während des Zweiten Weltkriegs. Das Buch des ehemaligen Brigadegenerals John Burns mit dem Titel Das Leben ist ein gewundener Pfad wurde in Rom vorgestellt. In dem auf Tagebuchnotizen der Jahre 1942 bis 1944 beruhenden Buch zeichnet Burns seine Zeit als Kriegsgefangener in Italien nach und schildert, wie ihm gemeinsam mit einem Kameraden die Flucht gelang. Auf Umwegen seien sie ins deutsche Priesterseminar Santa Maria dell’Anima in Rom gekommen, wo ihnen Hudal als damaliger Rektor von 1943 bis 1944 Unterschlupf geboten habe. Burns äußert sich in seinen Erinnerungen durchweg positiv über Hudal, der nach dem Krieg wegen seiner Fluchthilfe für Nationalsozialisten in Verruf geriet. „Der Augenzeugenbericht sei ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument und verleiht der Figur des Bischofs ein neues Profil“, meinte der Vorsitzende der Päpstlichen Geschichtskommission, Walter Brandmüller (25. September 2002).
Für Wissende indessen war Alois Hudal zu keiner Zeit ein braunes Schaf, sondern stets ein guter Hirte mit weißer Weste, ein barmherziger Samariter, der ohne Ansehen von Person und Nationalität keinem die Tür wies, der in Not und Bedrängnis an diese klopfte.

Anmerkungen

1 Alois Hudal, Römische Tagebücher. Lebensbeichte eines alten Bischofs, Graz – Stuttgart 1976, S. 86.
2 John Burns, Das Leben ist ein gewundener Pfad. Gefangennahme, Flucht, Entkommen und endgültige Zuflucht mit Hilfe der Familie Mattei von Montecello und Bischof Alois Hudal von Santa Maria dell’ Anima in Rom, Rom 2002 (Anima-Stimmen, Beiheft).
3 Alois Hudal, Die Grundlagen des Nationalsozialismus. Eine ideengeschichtliche Untersuchung von katholischer Warte, Leipzig – Wien 1937.
4 Alois Hudal, Römische Tagebücher, S. 209.
5 Ebenda, S. 214.
6 Ebenda, S. 229.
7 Weihbischof Andreas Laun an ARD/ORF, betreffend Tatort, 28. 5. 2000.
8 Der 1559 erstmals erschienene Index Librorum Prohibitorum war ein Verzeichnis der für jeden Katholiken bei Strafe der Exkommunikation verbotenen Bücher. Das Verzeichnis, das in seiner verbindlichen Form 1966 abgeschafft wurde, enthielt zuletzt etwa 6.000 verschiedene Titel.
9 Alois Hudal, Römische Tagebücher, S. 148.
10 Jakob Weinbacher (1901–1985) war als persönlicher Sekretär von Theodor Kardinal Innitzer unmittelbarer Zeuge, als verhetzte HJ am 8. Oktober 1938 das Erzbischöfliche Palais stürmte. Er war 1939 von der Geheimen Staatspolizei zeitweilig inhaftiert und von 1943 an 22 Monate in Polizeigewahrsam, wurde 1950–1952 und 1961–1969 Generalvikar in Wien und 1962 Weihbischof dortselbst und war dazwischen von 1952 bis 1961 als unmittelbarer Nachfolger von Hudal Rektor der Anima in Rom.
11 Korvettenkapitän Georg Ludwig Ritter von Trapp (1880–1947) war U-Boot-Held im Ersten Weltkrieg, wollte nicht in der deutschen Kriegsmarine dienen und emigrierte mit seiner Familie nach dem Österreich-Anschluß in die USA, wo die Trapp Family Singers unter der musikalischen Leitung des mitemigrierten Hausgeistlichen Franz Wasner weltbekannt wurde. Die Erfolgsgeschichte lieferte 1959 dem Oklahoma-Komponisten Richard Rogers den Stoff für das Broadway-Singspiel The Sound of Music und wurde 1965 von der 20th Century Fox verfilmt.
12 Franz Wasner (1907–1992), Priester, Missionar und Musiker, emigrierte 1938 mit der regimegegnerischen Trapp-Familie in die USA und leitete von 1967–1981 als Rektor die Anima in Rom.
13 Franz Wasner, „Torso aus der Anima“, in: Theologisch-Praktische Quartalschrift 126, 1978, S. 61.
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