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Otto von Habsburg 1912–2011

An der Seite seines Vaters und seiner tiefverschleierten Mutter schritt Otto von Österreich beim Begräbnis Kaiser Franz Josephs im November 1916 das erste Mal den Weg, den er 95 Jahre später selbst getragen werden sollte.
Im Exil: Otto in ungarischer Uniform.
Das offizielle Foto von Karl, Zita und Otto nach der ungarischen Krönung.
Pater Patriae: Otto setzte sich nicht nur für den wegen eines angeblichen Kriegsverbrechens jahrzehntelang in Italien inhaftierten Major Reder ein und hielt zu ihm Kontakt (siehe Faksimile), er trat auch 1995 bei der als „rechtsextrem“ verleumdeten „Österreichischen Landsmannschaft“ anläßlich des „Schulvereins-Tages“ als Festredner auf. Der „Deutsche Schulverein“ als Vorgängerorganisation der „Landsmannschaft“ war in der Monarchie in heftigem Gegensatz zur habsburgischen Nationalitätenpolitik gestanden, und so war der Auftritt Otto von Habsburgs auch durchaus umstritten. Doch am Ende des Tages hatte er die meisten Zuhörer gewonnen, nicht nur weil er die Arbeit der Landsmannschaft für die deutschen Minderheiten in Ostmitteleuropa lobte (Bildquelle: Die Aula)
Der „Standard“ spottete „Otto Wäriwari wurde mit einem etwa Hätmawama-Ritual beerdigt“ – letzteres mag für das republikanische Österreich zugetroffen haben, doch Otto von Habsburg war kein „Wäriwari“, sondern im Gegenteil jemand, der versuchte, seine ererbte Verantwortung auch unter völlig veränderten Umständen wahrzunehmen, ohne unrealistischen Illusionen nachzuhängen. Die Pflicht, die ihm aus der Stellung seiner Familie erwuchs, suchte er zu erfüllen, ohne daraus Privilegien zu ziehen, und handelte so als „Kaiser mit einer unsichtbaren Krone auf dem Haupt“.
Otto von Habsburg mit seiner 2010 verstorbenen Gemahlin Erzherzogin Regina
Zum (aus heutiger Sicht) allerletzten Mal in der Geschichte fand mit Otto von Habsburg ein „Kaiserbegräbnis“ in Wien statt, ein letzter Abglanz von Reiches Herrlichkeit, nicht nur der Donaumonarchie, sondern auch des Tausendjährigen, Heiligen Römisch-Deutschen Reiches.

Von Stephan Baier

Souverän, auch ohne Krone:

Er war, was er selbst über Charles de Gaulle gesagt hatte: „ein Mann von vorgestern und übermorgen“. Mehr noch: ein Kaiser ohne Krone, ein Staatsmann ohne Staat, ein großer Visionär mit großer Vergangenheit. Die Verantwortung, die Otto von Habsburg zeit seines Lebens mit Leidenschaft trug, hatte tiefe Wurzeln in der Geschichte – und brachte in seinem Wirken reiche Frucht.

Ohne Erwähnung der Habsburger läßt sich die Geschichte Europas nicht erzählen. Aus dieser Familie gingen deutsche, spanische, ungarische und böhmische Könige hervor, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und Österreich-Ungarns. Viele Talente der Großen unter den Habsburgern konnte man in Otto von Habsburg, der am 4. Juli im 99. Lebensjahr starb, wiedererkennen: die Gottergebenheit von Kaiser Karl V., den nachhaltigen Arbeitseifer und das Pflichtbewußtsein von Kaiser Franz Joseph I., die väterliche und demütige Liebe zu den verschiedenen Völkern und Volksgruppen Europas, die seinen 2004 seliggesprochenen Vater, Kaiser Karl I., auszeichnete. Eine weitere Parallele schenkte ihm der liebe Gott: Wie sein Vorfahr Kaiser Friedrich III. besiegte er seine Feinde, indem er sie überlebte.
„Stehaufmännchen“ nannte man den kleinen Erzherzog Otto bereits als Kind. Die Begabung, Niederlagen wegzustecken, mit zähem Fleiß weiter zu arbeiten, ohne Rücksicht auf sich selbst den erkannten Idealen zu folgen, all das mag ihm in die Wiege gelegt gewesen sein, wurde aber auch in einem wechselvollen, an Abenteuern reichen Leben gehärtet. Adolf Hitler und Edvard Benes, Erich Honecker und Willy Brandt, Bruno Pittermann und Slobodan Milosevic haßten den Habsburger. Von roten und braunen Ideologen verfolgt und verleumdet, war Otto von Habsburgs Leben geprägt von einem roten Faden: Er hatte von seinem Vater weder Reich noch Krone, weder Herrschaft noch Thron geerbt, wohl aber das Bewußtsein, eine nicht delegierbare Verantwortung zu tragen.
Dazu geboren, ein gerechter Kaiser vieler Völker zu sein, wurde er zum selbstlosen Verteidiger der Menschenrechte, zum unbestechlichen Anwalt unterdrückter Völker, zum Streiter für ein in Freiheit und Frieden vereintes Europa. Der jüdisch-österreichische Literat William S. Schlamm, in jungen Jahren überzeugter Kommunist und später ein großer konservativer Journalist und Schriftsteller, schrieb bereits 1977 zu seinem 65. Geburtstag an Otto von Habsburg in einem offenen Brief: „Als wir beide Kinder waren, hatten Geschichte und Schicksal Sie dazu bestimmt, mein Kaiser zu werden … In meinem langen und bewegten Leben, das mich jahrzehntelang mit der sogenannten Prominenz unserer Zeit in Berührung brachte, habe ich keinen Staatsmann, keinen Politiker, keinen Denker von Ihrer Menschlichkeit, Ihrem Pflichtbewußtsein, Ihrer unerschütterlichen Glaubensfähigkeit kennen gelernt … Wären Sie das geworden, wozu Sie bestimmt waren, dann hätte das Abendland den bedeutendsten Kaiser seit Karl dem Großen erlebt. Weil aber 1918 das Abendland aus den Fugen geriet, hat heute Europa in Ihnen den einzigen privaten Staatsmann, dem es vertrauen kann.“

Ein Jahrhundert durchlitten und geprägt

Als Erzherzogin Zita am 20. November 1912 in der Villa Wartholz im niederösterreichischen Reichenau ihren Erstgeborenen zur Welt brachte, stand Europa am Ende einer langen Friedensepoche. Unerschütterlich schien die 52 Millionen Einwohner zählende, multinationale und vielsprachige Monarchie der Habsburger, und doch kreuzte, wie der aus Galizien stammende jüdische Schriftsteller Joseph Roth später schreiben sollte, „der Tod schon seine knochigen Hände über den Kelchen, aus denen wir tranken, fröhlich und kindisch“. Wie Roth, der nach dem Untergang der Monarchie vom skeptischen Sozialisten zum trauernden Monarchisten wurde, erkannte, war der Nationalismus die Religion dieser Zeit – und das vom dienenden Patriarchen Franz Joseph persönlich zusammengehaltene Vielvölkerreich im Herzen Europas wurde ihr Opfer. Die Schüsse des serbischen Nationalisten Gavrilo Princip vom 28. Juni 1914 in Sarajevo töteten nicht nur den Thronfolger. Waidwund torkelte das Habsburger-Reich in den Ersten Weltkrieg.
Erzherzog Otto war knapp vier Jahre alt, als der greise Kaiser Franz Joseph starb, als sein Vater Kaiser von Österreich und König von Ungarn wurde. Er war sechs, als seine Familie enteignet und aus dem Land gejagt wurde. Er war noch nicht zehn, als sein Vater nach zwei gescheiterten Restaurationsversuchen in Ungarn in der Verbannung auf der Atlantikinsel Madeira starb. Einfluß- und mittellos, aber mit großer Disziplin und stets im Bewußtsein ihrer Verantwortung gegenüber den Völkern des Donauraums erzog Kaiserin Zita Otto und seine sieben Geschwister. Otto lernte schnell und viel, nicht nur Sprachen, Geschichte, Geographie und Literatur, sondern auch die Pflichten – weniger die Rechte – eines Kaisers.
Europäer aus Abstammung, wurde er nun auch Europäer aus Erfahrung: Von Madeira ging es nach Madrid, später ins Baskenland, nach Luxemburg, Belgien und Paris. Während er noch an seiner Promotion an der Katholischen Universität Louvain (Löwen) arbeitete, wurde er selbst zu einem Akteur auf der politischen Bühne – die er seitdem nicht mehr verlassen sollte. Otto von Habsburg weilte in Berlin als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Zweimal versuchte Hitler, den jungen Habsburger zu treffen – um ihn „vor seinen Karren zu spannen“, wie Otto sofort erkannte. Das sei, so meinte er später, wohl die einzige interessante Konversation gewesen, die er in seinem Leben ablehnte. Er hatte Hitlers „Mein Kampf“ gelesen und deshalb keine Illusionen: Otto von Habsburg beschloß, mit allen Mitteln den Anschluß Österreichs an Hitlers „Drittes Reich“ zu verhindern.
Am 17. Februar 1938 appellierte er in einem dramatischen Brief an Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg, in der Außenpolitik die „notwendige Annäherung an die Westmächte“ zu suchen, in der Innenpolitik „die Befriedung nach links“ zu betreiben. Und dann machte Otto ein Angebot, das später oft falsch zitiert und verzerrt interpretiert wurde: „Sollten Sie einem Druck von deutscher oder von betont-nationaler Seite nicht mehr widerstehen zu können glauben, so bitte ich Sie, mir, wie immer die Lage auch sei, das Amt eines Kanzlers zu übergeben. Ich bin fest entschlossen, zum Schutze von Volk und Staat bis zum Äußersten zu gehen …“. Otto von Habsburg war damals bereit, „nicht die Restauration der Monarchie“ zu fordern, sondern sein Leben für die Unabhängigkeit Österreichs in die Waagschale zu werfen: „denn wenn Österreich in Gefahr ist, hat der Erbe des Hauses Österreich mit diesem Lande zu stehen und zu fallen“. Ein „Selbstmordkommando“, wie Otto von Habsburg später zugab. Er war überzeugt, daß ein Land, das sich militärisch verteidigt, glanzvoll wieder erstehen könne. Schuschnigg meinte, die Lage besser zu kennen. Hitlers „Operation Otto“ nahm ihren Lauf.
Hitler ließ die führenden österreichischen Monarchisten verhaften, die Söhne von Erzherzog Franz Ferdinand, Max und Ernst von Hohenberg, ins KZ Dachau deportieren und Otto von Habsburg „wegen des Verbrechens des Hochverrates“ steckbrieflich verfolgen. Die Gestapo versuchte, ihn aus Frankreich zu entführen. Adolf Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß gab Befehl, Otto zu ermorden. Obwohl selbst in Lebensgefahr, rettete der jugendliche Chef des Hauses Habsburg tausenden Emigranten, zumeist Juden aus Österreich und den Nachbarländern, das Leben, indem er ihnen in Frankreich Visa für Spanien, Portugal oder Südamerika organisierte. Als er selbst gezwungen war, Europa zu verlassen, kämpfte er in Washington für die Anerkennung Österreichs als Opfer Hitlers, gegen die Vertreibungspläne von Edvard Beneš, gegen die Eroberungsabsichten Josef Stalins, für einen Wechsel Ungarns auf die Seite der USA, für das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler, für eine europäische Nachkriegsordnung.
Es ist historisch unbestreitbar, daß Otto von Habsburgs Einfluß auf US-Präsident Franklin D. Roosevelt und auf den britischen Premier Winston Churchill wesentlich dazu beitrug, daß Österreich als Staat wieder erstand und daß es nicht hinter dem Eisernen Vorhang verschwand. Österreichs Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel erinnerte am 11. Juli in einer Rede in der Residenz in München daran, daß Otto von Habsburg sich im amerikanischen Exil dafür einsetzte, daß Österreich, anders als Deutschland, nicht in zwei – eine westliche und eine sowjetische – Besatzungszonen eingeteilt wurde. Die Republik dankte es ihm nicht: 1945 nach Tirol heimgekehrt, mußte er auf Drängen der sowjetischen Besatzer und ihrer Marionette Karl Renner das Land wieder verlassen. Derselbe Karl Renner, der 1938 für ein „Ja“ zum Anschluß warb, schrieb 1945 Huldigungsbriefe an Sowjet-Diktator Stalin und ließ den Chef des Hauses Habsburg neuerlich des Landes verweisen.
Eine erste Verzichtserklärung 1958, in der er sich als getreuer Bürger der Republik bekannte, wurde von der Regierung in Wien als unzureichend abqualifiziert. Nach einer neuerlichen Verzichtserklärung 1961 mußte er fünf weitere Jahre bis zum Verwaltungsgerichtshof um sein Recht kämpfen, als österreichischer Staatsbürger in seine Heimat einzureisen. Zu groß war die Panik der Linken, Habsburg könne die Republik in Gefahr bringen. Zu groß war die Angst der Bürgerlichen, Otto könne eine innenpolitische Rolle spielen.
Unberechtigte Sorgen: Otto von Habsburg, Europäer aus Abstammung, war im amerikanischen Exil auch zum Europäer aus Überzeugung gereift. Nicht die Kronen seiner Vorfahren, sondern die Befreiung Europas vom Kommunismus und die Einigung des Kontinents in Frieden und Freiheit waren seine Ziele. Vor mehr als einem halben Jahrhundert erklärte der deutsche „Tagesspiegel“ seinen Lesern, warum sich die politische Klasse der Republik Österreich mit Otto von Habsburg so schwer tut: „Ein vorschriftsmäßig leicht degenerierter Kaisersohn ließe sich als Staffage für Bälle und Opernpremieren, zur Hebung des Fremdenverkehrs und zur Propagierung von Kurorten ideal verwenden. Mit diesem vorschriftswidrig klugen, sachlichen Otto von Habsburg aber weiß unsere wohlkatalogisierte Welt, die so gerne in Einheitsmaßen mißt, offenbar nichts Rechtes anzufangen.“
Als Staatsmann ohne Staat war das gesprochene und geschriebene Wort jahrzehntelang seine einzige Waffe. Eine scharfe Waffe offenbar, wie die Zahl und Vehemenz seiner Gegner illustriert. 1978 nahm er, der Nachfahre zahlreicher deutscher Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, die deutsche Staatsbürgerschaft an, um für das erste direkt gewählte Europäische Parlament zu kandidieren. Er, der in jungen Jahren zum Opfer der Weltpolitik geworden war, stürzte sich nach einer Karriere als Vortragsreisender, Kolumnist und Sachbuchautor mit 66 Jahren in die parlamentarische Arbeit. In Straßburg und Brüssel war er bayerischer Abgeordneter, aber auch der erste Vertreter Österreichs, Ungarns, Kroatiens, Bosnien-Herzegowinas, ja aller Völker, denen die eiserne Faust des Kommunismus das Mitwirken am Projekt Europa verwehrte.
Hatten schon vorher Staatsmänner wie Charles de Gaulle, Robert Schuman, Konrad Adenauer, Henry Kissinger oder Franz Josef Strauß auf seinen Rat Wert gelegt, so wurde er im Europäischen Parlament rasch zu einer Nations- und Fraktionsgrenzen übersteigenden Autorität. Zwei Jahrzehnte lang wirkte er hier als Anwalt der unter kommunistischem Joch leidenden Völker, als Vorkämpfer eines christlichen Europa, aber auch als Treuhänder tausender, so genannter kleiner Anliegen der Bürger. Selbst ideologischen Gegnern nötigten sein Fleiß und seine vielfältige Kompetenz Hochachtung ab.
Mit zunehmendem Alter wuchs die Breite der Anerkennung: In den siebziger Jahren wurde er noch als „kalter Krieger“ beschimpft, doch seine Vision begann sich 1989 zu erfüllen. Die Völkerkerker des 20. Jahrhunderts – die Sowjetunion mit ihrem Ostblock und Jugoslawien – zerbrachen, wie es der Habsburger vorhergesagt hatte. Mit der großen Osterweiterung der Europäischen Union begann sich jene „Illusion“ zu verwirklichen, für die man Otto von Habsburg lange verlacht hatte. „Meine Ziele setze ich stets jenseits der Reichweite meiner Geschosse“, pflegte er zu sagen. Deshalb war er nie rückwärtsgewandt oder beharrend, sondern mutig und zielgerichtet vorwärtsstrebend.
Nicht die zerschlagenen und zerbrochenen Formen des alten Reiches wollte er wieder kitten, sondern die wertvollsten und edelsten seiner Inhalte in eine moderne Form retten: Übernationale und vielfältige, tolerante und doch geordnete Gemeinschaften waren das Heilige Römische Reich und später Österreich-Ungarn gewesen. Übernational und vielfältig, tolerant und doch geordnet wünschte Otto von Habsburg die Europäische Union. „Europa muß wachsen wie ein Baum, nicht hingestellt werden wie ein Wolkenkratzer“, sagte er oft. Das vereinte Europa war für ihn keine Neuerfindung oder Konstruktion, sondern eine Wiederentdeckung: Der Vielsprachige und Weitgereiste, dessen Familie Wurzeln in vielen Nationen Europas hat, wußte aus der erlernten, erlebten und erlittenen Geschichte, daß das Gift des Nationalismus das Reich seiner Väter und den ganzen Erdteil zerstört hatte. Die Europäische Union sah er als Rechts- und Schutzraum, als Dach für die freie Entfaltung der Völker und Volksgruppen, als Friedensmacht. Auf diese Vision – die durchaus nicht deckungsgleich ist mit den Ideen der heutigen EU-Granden – wollte Otto von Habsburg seine Bewunderer und Anhänger verpflichten.

Gottesgnadentum, Recht verstanden

Worin aber besteht nun das die Zeiten übergreifende, das zeitlose Erbe Otto von Habsburgs? Wohl in seinem Verständnis von Verantwortung, das all sein politisches Wirken – jenseits allen Wandels der Zeit und ihrer Herausforderungen – prägte. Schon 1984 hatte er im „Fragebogen“ des FAZ-Magazins auf die Frage „Wie möchten Sie sterben?“ geantwortet: „In der Gnade Gottes!“ In den frühen Morgenstunden des 4. Juli war es so weit. Otto von Habsburg starb, wie er gelebt hatte: im Bewußtsein, daß vor Gott nicht Titel und Würden zählen, sondern nur Glauben und gute Werke. Todes- und Lebensverständnis sind auf das Engste verquickt: Als man seinem Vater, dem 1922 verstorbenen und 2004 seliggesprochenen Kaiser Karl, das Reich zerstörte und den Thron nahm, konnte man ihm doch das Bewußtsein nicht nehmen, für die Völker des Donauraums eine besondere, nicht delegierbare und auch nicht zerstörbare Verantwortung zu haben. In dieses Erbe trat der Sohn ein.
Nur so ist sein Einsatz für die Völker verstehbar, für deren Freiheit und Wohl er sich viele Jahrzehnte aufopferungsvoll einsetzte. Nie ging es ihm um seine Person, um Ehre oder Ruhm, um Macht oder Karriere. Weder Verleumdungen und Schmähungen, weder die zweimalige Vertreibung aus der eigenen Heimat – nach dem Ende des Ersten und des Zweiten Weltkriegs – noch diskriminierende „Habsburger-Gesetze“ konnten ihn davon abhalten, sich mit ganzer Kraft für jene einzusetzen, für die ihm von Gott und der Geschichte Verantwortung zugewiesen worden war.
Nichts von dem, was er erreicht oder bewirkt hat, woran er heimlichen oder offensichtlichen Anteil hatte – von der Wiederherstellung Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall des Eisernen Vorhangs – rechnete er sich selbst als Verdienst an. Otto von Habsburg besaß jene innere Unabhängigkeit, jene seelische Äquidistanz zu Erfolg und Niederlage, die die Frucht wahrer Demut ist. Er war stets sicher: Alles ist aus Gottes Gnade. Solange und so gut es geht, hat der Mensch seine Pflicht zu erfüllen, ohne einen Gedanken an Erfolg oder Mißlingen zu verschwenden – denn jegliches Gelingen gibt Gott.
Diese Erkenntnis schöpfte er auch aus dem Leben und Sterben seines Vaters. Andere spekulierten darüber, welche Zumutung es für den damals Neunjährigen wohl gewesen sei, das Hinscheiden des Vaters mitzuerleben. Er selbst beschrieb in seinem Buch „Damals begann unsere Zukunft“, wie er den Tod seines Vaters erlebte. Und seine Lehre daraus: „Wenn man seinem Schöpfer entgegentritt, gilt vor diesem nur Pflichterfüllung und guter Wille. Gott verlangt von den Menschen nicht, ihm Siegesberichte zu bringen. Den Erfolg gibt Er. Von uns erwartet Er nur, daß wir unser Bestes tun.“
Wer sich in diesem Bewußtsein mit ganzer Kraft in die politische Arbeit wirft, den läßt keine Kampagne, keine Verleumdung, kein Gespött und kein Mißerfolg resignieren. Der Zusammenbruch der Donaumonarchie, die Jahre des Exils, die Machtergreifung Hitlers und der Anschluß Österreichs, die Verhaftung der Getreuen durch die Nazis, der Zweite Weltkrieg und die Teilung Europas – all das waren Tragödien in der jüngeren Geschichte Europas, und zugleich persönliche Rückschläge für Otto von Habsburg. Doch nichts ließ ihn resignieren. Jede Niederlage war Ansporn, der tief empfundenen Verantwortung vor Gott und den Völkern gerecht zu werden. In „Damals begann unsere Zukunft“ schrieb er: „Politik, richtig verstanden, ist nicht die Jagd nach Privilegien, Mandaten, Funktionen und Verwaltungsratsposten. Sie ist nicht einmal die Suche nach persönlicher Geltung oder nach Erfolgen. Denn wahre Politik ist die Erfüllung einer inneren Verpflichtung, greifbarer Ausdruck der Liebe und Verbundenheit zu den Mitmenschen.“
Wer, wie dieser Habsburger, allen Erfolg der Gnade Gottes zuschreibt, der rechnet sich nichts als Verdienst an, der bleibt auch dann demütig, wenn er berühmt und verehrt, erfolgreich und geachtet ist. Der kann auch nie diktatorisch werden, weil er weiß, daß alle Politik nur Dienst ist, daß nur Gott der Absolute ist. Er widersteht jedem Totalitarismus, weil nur Gott das Totum, das Ganze des menschlichen Hoffens und Sehnens erfüllt. Nicht alle, aber die Besten unter seinen Vorfahren waren sich dessen als Herrscher bewußt. Sie verstanden Herrschaft als Dienst an Gottes Willen, als Erfüllung einer Pflicht, die größer ist als man selbst. Das ist der bessere, der tiefere Sinn des viel zitierten und viel mißverstandenen „Gottesgnadentums“, das im besten Fall ein Vorrang in der Demut und in der Verantwortung ist.
Man erinnere sich an den eindrucksvollen Ritus, mit dem Herrscher des Hauses Habsburg in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt wurden. 1989, als Kaiserin Zita in der Gruft bestattet wurde, da klopfte der Zeremonienmeister dreimal an die Türe der Kapuzinerkirche. „Wer begehrt Einlaß?“, kam die Stimme von innen. „Zita, die Kaiserin von Österreich, gekrönte Königin von Ungarn, Königin von Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Galizien, Lodomerien und Illyrien …“. Die Antwort von innen: „Kenne ich nicht.“ Ein weiteres Mal sprach der Zeremonienmeister: „Zita, Ihre Majestät die Kaiserin und Königin.“ Doch von innen kam nur: „Wir kennen sie nicht.“ Beim dritten Anklopfen sagte der Zeremonienmeister: „Zita, ein sterblicher, sündiger Mensch.“ Und die Antwort war: „So komme sie herein.“
Wer diese – am 16. Juli in angepasster Form für Otto von Habsburg verwendete – Symbolik versteht, weiß, was Gottesgnadentum bedeuten sollte: Nicht zu seinem Ruhm und Verdienst geschieht der Einsatz des christlichen Herrschers, sondern aus der Gnade und zur Ehre Gottes, vor dem der Herrscher am Ende seiner Tage nicht mit Krone und Zepter steht, sondern als sündiger Mensch. Und wie jeder andere sündige Mensch wird er gemessen an seinem Glauben und seinen guten Werken.
Nun hat die Geschichte es aber gefügt, daß Otto von Habsburg, der Erbe einer jahrhundertealten kaiserlichen Dynastie, nicht zum Herrscher wurde. Geboren am Vorabend des Ersten Weltkriegs, war Otto gerade sechs Jahre, als das Vielvölkerreich im Herzen Europas, und mit ihm das alte Abendland, zusammenbrach. Psychologisch tiefer grabend als die Geschichtsschreibung, hat Joseph Roth die Ursachen des Untergangs in seinem Roman „Radetzkymarsch“ treffend eingefangen, wenn er retrospektiv seinen Graf Chojnicki 1914 sagen läßt: „Die Zeit will uns nicht mehr! Diese Zeit will sich erst selbstständige Nationalstaaten schaffen! Man glaubt nicht mehr an Gott. Die neue Religion ist der Nationalismus. Die Völker gehen nicht mehr in die Kirchen. Sie gehen in nationale Vereine. Die Monarchie, unsere Monarchie, ist gegründet auf der Frömmigkeit: auf dem Glauben, daß Gott die Habsburger erwählt hat, über so und so viel christliche Völker zu regieren. Unser Kaiser ist ein weltlicher Bruder des Papstes, es ist seine K.u.K. Apostolische Majestät, keine andere wie er apostolisch, keine andere Majestät in Europa so abhängig von der Gnade Gottes und vom Glauben der Völker an die Gnade Gottes. Der deutsche Kaiser regiert, wenn Gott ihn verläßt, immer noch; eventuell von der Gnade der Nation. Der Kaiser von Österreich-Ungarn darf nicht von Gott verlassen werden. Nun aber hat ihn Gott verlassen!“
Kein Zweifel, der späte Joseph Roth war ein glühender Monarchist, der dem zertrümmerten Habsburger-Reich – als Erben des Heiligen Römischen Reichs – posthum eine nahezu sakrale Dimension beimaß. Er sah in ihm mehr als einen Staat, nämlich das „sacrum imperium“, die rechte Ordnung der christlichen Völkerwelt, die der Nationalismus zum Erlöschen brachte und in blutiges Chaos stürzte. Geronnene Erkenntnis der Katastrophe des Ersten Weltkriegs; apokalyptische Vorausahnung der heraufdämmernden Katastrophe des Zweiten Weltkriegs! In einem Begleittext zum Vorabdruck des „Radetzkymarsch“ schrieb Roth: „Ein grausamer Wille der Geschichte hat mein altes Vaterland, die österreichisch-ungarische Monarchie, zertrümmert. Ich habe die Tugenden und die Vorzüge dieses Vaterlands geliebt, und ich liebe heute, da es verstorben und verloren ist, auch seine Fehler und Schwächen.“
Joseph Roth wurde als „Mythomane“ abgetan, seine Liebe zum alten Reich als Nostalgie. Er ahnte jedoch durch alle Schwächen und Fehler der real existierenden Monarchen hindurch etwas vom Gedanken des christlichen, abendländischen Kaisertums. Und er ahnte sehr hellsichtig die nahenden Katastrophen, die vom Siegeszug der neuen „Religion“, von einem ins Totalitäre gesteigerten widerchristlichen Nationalismus, ausgingen. In der österreichischen Monarchie war trotz allem die Herrschaft immer auch demütiger Dienst, weil der Kaiser um seine Verantwortung vor Gott und der Geschichte wußte. Die vom Nationalismus an die Macht gespülten Diktatoren jedoch kannten weder diese Grenze noch irgendeine Demut. Die Kriege und Katastrophen des 20. Jahrhunderts haben damit zu tun.
1965 schrieb Otto von Habsburg in einem Aufsatz über „Die politische Korrespondenz der Päpste mit den österreichischen Kaisern“: „Die Donaumonarchie war in ihrer traditionellen Wesenheit übernational, und damit ein scharfer Gegensatz zum Geist des 19. Jahrhunderts. Und mußte schließlich in dem ungleichen Kampf unterliegen. Sie war für die Zeit im richtigen Sinn des Wortes ein Anachronismus, und erst die Götterdämmerung des Jahres 1945 erwies, daß ihre Grundsätze für den Aufbau des Erdteils unumgänglich notwendig sind.“ Anachronistisch war Österreich-Ungarn in der Zeit des Nationalismus, weil die Idee von der Einheit des christlichen Abendlands verloren gegangen war. Anachronistisch war es in der Zeit des radikalen Säkularismus, weil die Idee vom Gottesgnadentum nicht mehr verstanden
wurde.
1916, als der greise Franz Joseph starb und der jugendliche Karl I. damit Kaiser wurde, blitzte noch einmal sichtbar auf, was Gottesgnadentum meint. Bei Karls Krönung zum ungarischen König in Budapest sprach der Fürstprimas von Ungarn, Kardinal Johannes Csernoch, dieses Gebet: „Die königliche Würde empfängst Du heute und übernimmst die Sorge, König zu sein über die Dir anvertrauten gläubigen Völker … Aber wenn Du in Betracht ziehst, daß alle Gewalt von Gott dem Herren ist, durch den die Könige regieren und die Gesetzgeber bestimmen, was Recht ist, wirst auch Du Gott selbst Rechenschaft ablegen über die Dir anvertraute Herde“. Schöner läßt sich kaum formulieren, zu welcher Demut recht verstandenes Gottesgnadentum ruft. Karl antwortete darauf, bevor er mit der Stephanskrone gekrönt wurde: „Ich, Karl, nach Gottes Willen künftiger König der Ungarn, bekenne und verspreche vor Gott und seinen Engeln, hinfort zu sorgen für Gesetz, Gerechtigkeit und Frieden zum Wohle der Kirche Gottes und des mir anvertrauten Volkes.“
Weil er einen solchen Eid geleistet hatte, fühlte er sich nicht berechtigt, sondern moralisch verpflichtet, die beiden dann kläglich scheiternden Restaurationsversuche zu unternehmen. Der vor Gott verantwortliche König konnte eben nicht in Pension gehen und tatenlos zusehen, wie das Land im Chaos versank, wie das Volk radikalen Machtpolitikern ausgeliefert wurde. Ebenso konnte Otto von Habsburg als sein Erbe später nicht tatenlos zusehen, wenn rote und braune Diktatoren daran gingen, die Völker Europas in Krieg und Chaos zu stürzen. Sich mit ganzer Kraft und mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln – seien sie auch noch so gering – gegen Hitler und Stalin, Beneš und Miloševic in die Schlacht zu werfen, war mehr als politisches oder gar taktisches Spiel: es war moralische Pflicht, ungeachtet der realpolitischen Umstände.
In seinem 1957 erschienenen Buch „Soziale Ordnung von morgen“ schrieb Otto von Habsburg, es sei „die höchste Aufgabe des Staates auf dieser Welt, in der Gemeinschaft Hüter und Vorkämpfer des Naturrechtes zu sein … Naturrecht sind jene ewig gültigen Grundsätze, die der Schöpfer selbst als ungeschriebene, aber lebendige Verfassung der Welt gegeben hat“. In diesem Kontext ging er auf die Rolle des Monarchen ein: „Es wäre falsch, wollte sich ein Herrscher von Gottes Gnaden als etwas Besonderes betrachten. Vielmehr sollte ihn das Wort ‚von Gottes Gnaden‘ daran erinnern, daß er zu seiner Stelle nicht aus eigenem Verdienst berufen wurde, sondern nur, um dort durch Gerechtigkeit und rastloses Wirken seine Berechtigung zu erweisen.“

„Iustitia fundamentum regnorum“

Otto von Habsburg bekannte sich dezidiert zum christlichen Menschenbild. In seinem Buch „Europa – Garant der Freiheit“ schrieb er: „Es gibt nur zwei Auffassungen des Menschen, die christliche und die materialistische. Der gläubige Mensch sieht in sich selbst und in seinem Nächsten ein Ebenbild Gottes, dem der Schöpfer Rechte gegeben hat, die ihm weder ein Einzelner noch ein Staat, weder ein Tyrann noch der schwankende Wille einer Mehrheit wegnehmen kann. Er erkennt, daß die Rechte des Menschen höher stehen als diejenigen eines Kollektivs. Materialisten andererseits, für die der Mensch nur ein Zufall im Walten der Materie ist, erkennen diesem logischerweise keine höheren Rechte zu.“
Alles Politische findet nach christlicher Auffassung seine Grenze dort, wo Gott zu geben ist, was nur ihm zukommt, und wo dem Menschen zu geben ist, was ihm als Ebenbild Gottes zukommt. Diese Sicht befreit von jeglichem Totalitätsanspruch des Staates, der Politik und irdischer Größen. Sie weist jegliche staatliche Gewalt in ihren Schranken, unabhängig davon, ob es sich um Monarchie oder Republik, Tyrannis oder Demokratie handelt. Kaiser Franz Joseph wird der Satz zugeschrieben, seine Aufgabe als Monarch bestehe darin, seine Völker vor ihren Regierungen zu schützen. Eine fast schon klassische Rollenbeschreibung für den christlichen Monarchen! Hier wird – bei aller auch sichtbaren Kontinuität – der tiefe Bruch zwischen der heidnischen Antike und dem christlichen Mittelalter, zwischen dem vor-konstantinischen römischen Kaisertum und dem christlichen Kaisertum sichtbar: Die christlichen Kaiser wußten (im besten Fall) darum, daß sie all ihr Tun vor dem Schöpfer der Welt – der zugleich unser Heiland und Erlöser ist – zu rechtfertigen haben. Sie wußten grundsätzlich, daß es eine Grenze gibt zwischen dem Reich des Kaisers und dem Reich Gottes. Anders als in Byzanz war der mittelalterliche Investiturstreit des Abendlands darum auch kein Grundsatz-, sondern nur ein Grenzstreit. Kaiser und Papst wußten um die Verschiedenheit von „gladius temporalis“ und „gladius spiritualis“, von Imperium und Sacerdotium.
Eben diese Unterschiedenheit von Weltlichem und Geistlichem, von Straftat und Sünde, von säkularem und geistlichem Recht, ist die – heute wieder schwer gefährdete – Basis des Rechtsstaates. Erst mit der Zurückdrängung der Religion in den rein privaten Bereich konnte weltliche Herrschaft wieder absolutistisch und später, im 20. Jahrhundert, totalitär werden. Hier wurde wieder augenfällig, daß ein Staat, der Gott nicht mehr gibt, was Gottes ist, auch die Rechte von Gottes Ebenbild, dem Menschen, mit Füßen tritt. „Gottes Rechte und Menschenrechte stehen und fallen miteinander“, wie der selige Papst Johannes Paul II. bei der Seligsprechung von Pater Rupert Mayer 1987 in München sagte. Im Nationalsozialismus sah Otto von Habsburg, wie er in seinem Brief an Österreichs Bundeskanzler Kurt Schuschnigg am 17. Februar 1938 schrieb, eine „neuheidnische Bestrebung“. Wörtlich heißt es in diesem Brief: „Im Deutschen Reiche wütet ein systematischer Kampf gegen den Katholizismus, der auf die Dauer zu dessen Ausrottung in den breiten Volksschichten führen muß.“
Der Gründer der Paneuropa-Bewegung, Richard Coudenhove-Kalergi, mit dem Otto von Habsburg ab 1940 zusammenarbeitete und dessen Bewegung er 1973 erbte, schrieb im Jahr 1937 angesichts des roten und des braunen Totalitarismus: „Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes. Der Staat ist ein Geschöpf des Menschen. Darum ist der Staat um des Menschen willen da, und nicht der Mensch um des Staates willen.“ Ein Staat, der das nicht anerkennt und respektiert, wird zwangsläufig totalitär. Er tut das Gegenteil dessen, was wir als Ideal des recht verstandenen Gottesgnadentums beschrieben: Er setzt sich selbst über die Menschen und damit an die Stelle dessen, der als einziger über dem Menschen stehen darf – an die Stelle Gottes.
Den Staat stetig zur Demut vor Gott und den Menschen zu mahnen, das ist sicher auch in der Demokratie nahezu eine herkuleische Herausforderung, die Otto von Habsburg jedoch mit Leidenschaft auf sich nahm. Ausgestattet mit einem durch seinen Kampf gegen die Diktaturen des 20. Jahrhunderts geschärften Willen zur persönlichen Freiheit, begabt mit einem gesunden Mißtrauen gegen Bürokratien, hat er in seiner Arbeit daraus Konsequenzen gezogen. Sein Gewissen gebot ihm, unablässig für das einzutreten, was er als gut, richtig und menschenwürdig erkannt, und was er als seine Verantwortung angenommen hat.

 

 
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