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Für Gott, Kaiser und Reich

Andreas Hofer, geb. 1767, wurde am 20. Februar 1810 in Mantua auf persönlichen Befehl Napoleons erschossen.

Von Ulrich March

Der Tiroler Freiheitskampf des Jahres 1809

Die Geschichte Tirols ist vor und nach der Abtretung des Landes an Bayern nach Napoleons Sieg in der Drei-Kaiser-Schlacht von Austerlitz eng mit dem Geschehen in Österreich und Deutschland verbunden. Zum Verständnis des Tiroler Freiheitskampfes ist es daher erforderlich, in zeitlicher Hinsicht zunächst etwas weiter auszuholen und insbesondere das Verhältnis des alten Kaiserstaats zu der immer stärker aufkommenden französischen Hegemonialmacht, aber auch die Entwicklung in Bayern und Preußen näher zu betrachten.

Im Jahre 1792 erklärt die Pariser Revolutionsregierung Österreich den Krieg. Fast ein Vierteljahrhundert lang, bis 1815, steht daraufhin der Habsburgerstaat im Abwehrkampf gegen Frankreich, zunächst gegen die Revolutionsheere, dann gegen die Truppen Napoleons. Anfangs kämpft die Vormacht des zu Ende gehenden Alten Reiches noch für nationale Interessen, nämlich für die Verteidigung der Westgebiete dieses Reiches. Als aber Preußen mit dem Sonderfrieden von Basel 1795 aus der antifranzösischen Koalition ausschert und seine linksrheinischen Territorien Frankreich überlässt, ist das Gebiet westlich des Rheins nicht mehr zu halten.
Die Entscheidung Preußens, das sich den Rücken für die abschließenden Teilungen Polens freihalten möchte und in der Folgezeit rein polnisches Gebiet annektiert, ist viel kritisiert worden, auch in Preußen selbst. So schreibt der Freiherr von Stein, später einer der großen Reformer des preußischen Staates: „Wir werden keinen Vorteil ziehen aus der Perfidie unserer Grundsätze, denn die Charakterlosigkeit unseres Benehmens macht uns zum Gegenstand allgemeiner Verachtung und allgemeinen Abscheus.“ Andererseits: Der Baseler Sonderfrieden verschafft dem nördlichen und mittleren Deutschland trotz der Wirren der Zeit zehn Jahre Frieden und damit die Voraussetzung für eine glänzende Kulturentwicklung – es ist das Jahrzehnt der Freundschaft zwischen Goethe und Schiller.
1797, im Frieden von Campo Formio, folgt Österreich der von Preußen vorgegebenen Linie: Es verzichtet ebenfalls auf alles Gebiet westlich des Rheins und rundet dafür sein eigenes Territorium ab, in dem es sich das rein italienische Venezien einverleibt.
Auf der gleichen Ebene liegt, dass Franz II., der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, 1804 ein österreichisches Kaisertum konstituiert und zwei Jahre später, als sich nahezu alle Fürsten dem von Napoleon dominierten Rheinbund angeschlossen haben, die Krone des Reiches niederlegt.
1799 erklärt Frankreich Österreich erneut den Krieg, Österreich wird wiederum geschlagen; der Versuch, die Scharte durch ein Bündnis mit Russland auszuwetzen, führt erst recht zum Desaster: Napoleon siegt 1805 in der Dreikaiserschlacht von Austerlitz, und im Frieden von Preßburg muss Österreich seine gesamten Westgebiete schließlich Tirol und Vorarlberg abtreten. Wenig später ereilt das Schicksal auch Preußen. Ganz auf sich allein gestellt, unterliegt es in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt. Anschließend bricht das gesamte Staatswesen wie ein Kartenhaus zusammen. Nur dank russischer Fürsprache bleibt im Frieden von Tilsit (1807) östlich der Elbe ein ohnmächtiger Restpreußen bestehen.
Nach dem völligen Zusammenbruch Preußens richten sich die Augen der deutschen Patrioten auf den alten Kaiserstaat, wo tatsächlich bereits während des Jahres 1808 die Bereitschaft wächst, dem großen nationalen Befreiungsschlag zu führen. Durch den österreichisch-französischen Krieg des Jahres 1809 und die gleichzeitige Volkserhebung in Tirol wird dann die Alpen-Donau-Region für ganz Deutschland und darüber hinaus eine historische Bedeutung gewinnen, die sie selten zuvor und nie wieder danach gehabt hat.

Andreas Hofer war der Sandwirt in Passeier. Die Gasthöfe bilden damals die wichtigsten Kommunikationszentren. Neben Priestern stellen die Wirte in den Augen der Franzosen die Drahtzieher der Empörung dar.

Unter bayerischer Herrschaft

Seit dem Preßburger Frieden ist die „gefürstete Grafschaft Tirol“, wie die offizielle Bezeichnung lautet, ein Teil Bayerns, das – wie Württemberg und Baden mit Frankreich verbündet – sein Territorium danach fast verdoppelt und von Napoleon in den Rang eines Königreiches erhoben wird. Bayern verpflichtet sich, die überkommenen Tiroler Landesrechte zu wahren. Nicht die schlechteste territoriale Lösung, so sollte man meinen, verglichen etwa mit der einige Jahre später erfolgten Einverleibung Nordwestdeutschlands einschließlich der Hansestädte Hamburg und Lübeck in das napoleonische Empire, nach der Frankreich im Nordosten bis zur Ostseeküste reicht. Zwar sind die Tiroler nach dem 14. Jahrhundert und besonders seit der Zeit Kaiser Maximilians mit dem Haus Habsburg eng verbunden. Doch die Bewohner Tirols und Altbayerns gleichen sich bis zum heutigen Tag nach Sprache und Mentalität so stark, dass man durchaus hätte annehmen können, die Tiroler würden sich im Laufe der Zeit daran gewöhnen, vom nahen München statt vom fernen Wien aus regiert zu werden.
Doch es sollte ganz, ganz anders kommen. Die neue bayerische Administration macht nämlich in dem hinzugekommenen Land so gut wie alles falsch, was man nur falsch machen kann, wobei ihr freilich zugute zu halten ist, dass sie in mancherlei Hinsicht unter dem Druck des übermächtigen Verbündeten Napoleon handelt. Bereits die Währungsumstellung führt zu einer schweren Krise im ländlichen Kreditwesen, die zahlreiche verschuldete Höfe in den Ruin treibt. Der Bozener und Innsbrucker Transithandel leidet schwer unter der von Napoleon verfügten Kontinentalsperre, welche den Handel mit England unterbindet, die einheimischen Beamten werden zum guten Teil durch Kollegen aus Bayern ersetzt, und in Anbetracht der ständigen französischen Subsidienforderungen an die Klientelstaaten führt Bayern auch in den neugewonnenen Gebieten eine Kopfsteuer ein. Das Schlimme an diesen und anderen zentralistischen Maßnahmen ist aus Tiroler Sicht, daß sie wirklich greifen, denn der bayerische Regierungschef Montgelas hat in den Jahren davor eine der leistungsfähigsten Staatsverwaltungen Europas aufgebaut, und die Münchener Entscheidungen werden in sehr viel effektiverer Weise umgesetzt als zuvor die Wiener.
Ausschlaggebend für den wachsenden Widerstand im Lande sind aber letztlich die geistig politischen Grundvorstellungen der neuen Herren, die denen der Tiroler Bevölkerung, die damals noch zu neun Zehnteln aus Bauern besteht, diamental zuwiderlaufen. Der Freiherr von Montgelas, aus savoyischem Uradel entstammend, zunächst Privatsekretär, dann Erster Minister des bayerischen Herzogs und späteren Königs Max Josef, ist ganz dem aufklärerischen Denken seiner Zeit verpflichtet. Er lehnt sich nicht nur außenpolitisch an Frankreich an, sondern übernimmt in mancherlei Hinsicht auch die französischen Staatsvorstellungen, jedenfalls soweit er in ihnen den Geist der Aufklärung verwirklicht sieht. Dies gilt beispielsweise für seine Verwaltungs- und Kirchenpolitik – beides stößt in Tirol von Anfang an auf grundsätzlichen Widerstand.
Man mag Montgelas konzedieren, daß Bayern, zu dem nunmehr neben Altbayern große fränkische, schwäbische und ehemals österreichische Gebiete gehören, ohne straffe Zentralverwaltung nicht zusammenzuhalten gewesen wären. Aber anders als in Franken oder Schwaben stößt er in Tirol auf seit Jahrhunderten gefestigte Strukturen, deren Auflösung Widerstand hervorrufen muss. Dieser entzündet sich beispielsweise an der Aufhebung der autonomen Gemeinden oder an der Beseitigung der Tiroler Gebietseinheit: An die Stelle des Landes Tirol treten nach dem Vorbild der geografisch benannten französischen Departments der Inn-, der Eisack- und der Etschkreis, bloße Regierungsbezirke ohne Beschlussorgane. Wie allen Aufklärern fehlt dem Münchener Regierungschef der Sinn für historisch gewachsene Strukturen, er begreift nicht, daß sich das seit Jahrhunderten gültige Tiroler Landesrecht nicht einfach durch zentralistische Regierungsanweisungen ersetzten läßt. Vor allem aber fühlt sich das traditionell besonders gläubige Tiroler Volk durch die neue Kirchenpolitik herausgefordert. Dem aufklärerischen Zeitgeist ist alles an der Religion suspekt, was nicht in irgendeiner Weise für Staat und Gesellschaft nützlich ist oder was als Aberglaube verstanden werden könnte. Schon Kaiser Josef II. (1780 bis 1790), Sohn Maria Theresias, hatte in dessen Sinne die Zahl der kirchlichen Feiertage eingeschränkt, Klöster säkularisiert und Orden aufgehoben, die nicht pädagogisch oder krankenpflegerisch tätig waren. Aber diese und ähnliche Maßnahmen, so sehr sie schon damals die Tiroler erregten, wären vergleichsweise lässig durchgeführt und oft bald wieder aufgehoben worden.
Jetzt aber gehen die neuen Herren rigoros vor. Feiertage, Prozessionen und Wallfahrten werden, da sie die Menschen von „nützlicher“ Tätigkeit fernhalten, aufgehoben, Wetterläuten, Rosenkranzgebete, sogar die Christmette verboten. Diese Maßnahmen werden kirchenpolizeilich überwacht, Priester, Ordensgeistliche und Bischöfe, die sich ihnen widersetzen, des Landes verwiesen. Die landständischen Klöster werden geschlossen, besonders die Bettelmönche landesweit drangsaliert. Die Behörden greifen damit tief in das gewohnte Leben der Menschen ein, die nicht einsehen können, weshalb sie von ihren Bräuchen plötzlich lassen sollen. Die Reduzierung der Feiertage und das Verbot von Wallfahrten behindern überdies erheblich die zwischenmenschliche Kommunikation, etwa die zwischen den einzelnen Talschaften oder die zu entlegenen Höfen und Siedlungen.
Das Faß zum Überlaufen bringt dann schließlich die Einführung der Wehrpflicht außerhalb des Landes, die dem Tiroler Landesrecht strikt widerspricht. Die männlichen Tiroler werden zwar seit jeher als Landesschützen aufgeboten, brauchen aber ihre Dienstpflicht seit dem „Landlibell“ von 1511 nur im Rahmen der Landesverteidigung abzuleisten – angesichts des Gebirgsfestungscharakters des Landes eine auch in strategischer Sicht sinnvolle Lösung. Jetzt aber benötigt der Kaiser der Franzosen für seine ständigen Feldzüge immer mehr Soldaten, und da Frankreich sie nach 15 Kriegsjahren nicht mehr allein aufbringen kann, verlangt er sie von den mit Frankreich verbündeten Staaten. Die Münchener Regierung aber sieht keine Notwendigkeit, die Tiroler anders zu behandeln als die übrige bayerische Bevölkerung, obwohl sie damit eindeutig gegen den Preßburger Frieden verstößt. Die betroffenen jungen Tiroler, die unter anderem bei Gottesdiensten und in Wirtshäusern aufgespürt werden, entziehen sich großenteils dem Kriegsdienst, indem sie massenweise desertieren und auf entlegene Almhütten oder nach Kärnten und in andere Gebiete Österreichs flüchten – eine zahlenmäßig nicht unerhebliche Reserve für den sich abzeichnenden Tiroler Freiheitskampf.

Die zweite Berg-Isel-Schlacht am 29. Mai 1809 ist die Stunde Andreas Hofers. Die bayerische Armee kann den vom Bauernheer gehaltenen Bergisel nicht erobern und muß nach dem Einlangen der Nachricht von Napoleons Niederlage bei Aspern unter großen Verlusten den Rückzug antreten.
Andreas Hofer mit seinen beiden wichtigsten Mitstreitern, Josef Speckbacher und Pater Joachim Haspinger.
Der preußische Major Ferdinand von Schill ertrug es nicht, daß Preußen sich im Jahre 1809 der österreichischen Erhebung gegen Napoleon nicht anschloß. Am 28. April verließ er mit seinem Regiment Berlin, um auf eigene Faust einen Freischärlerkrieg gegen die Besatzer zu beginnen. In mehreren Gefechten kann er den Franzosen erhebliche Verluste zufügen. Schließlich zieht sein durch Freiwillige angewachsenes Korps am 25. Mai 1809 in Stralsund ein. Sechs Tage später greifen die Franzosen die Stadt an, Schill selbst fällt in der Fährstraße, wo noch heute ein Gedenkstein an ihn erinnert. Nur wenige hundert seiner Männer können entkommen. Die Franzosen machen mehr als 500 der Soldaten zu Galeerensklaven und erschießen alle Offiziere, derer sie habhaft werden können.

Die Hoffnung liegt auf Österreich

Während des ganzen Jahres 1808 gärt es bereits im Lande, die Stimmung wird immer explosiver. Zuerst sind es nur wenige, die notfalls Gewalt anwenden wollen, doch bald überzieht ein konspiratives Netzwerk ganz Tirol, wobei die Knotenpunkte vielfach die Wirtshäuser sind, damals die wichtigsten Kommunikationszentren. Hier werden die jeweils neuesten Maßnahmen der Behörden zuerst bekannt, von hier aus verbreiten sie Händler und andere Reisende entlang der Fernverkehrsrouten im ganzen Land, von hier aus lassen sich Nachrichten und Parolen in der Umgebung und in entlegene Gebiete verbreiten. Kein Wunder, daß sich unter den zum Aufstand Entschlossenen so viele Wirte finden – in den Augen der Franzosen, die über den Gang der Dinge durchaus im Bilde sind, neben Priestern und Mönchen die eigentlichen Drahtzieher der Empörung darstellen.
Gastwirt ist auch der 1767 geborene Andreas Hofer, der den seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz befindlichen Sandhof im Passeiertal, zwischen St. Leonhard und St. Martin gelegen, verwaltet. Er betreibt außerdem Branntweinhandel und stellt die Saumpferde für den nahegelegenen Jaufenpaß zur Verfügung, hat also die Möglichkeit zu vielfältigen Kontakten, auch zum Süden des Landes, den er in seiner Jugendzeit gut kennengelernt hat. 1790 bereits hat er am Tiroler Landtag teilgenommen, 1796 war er als Schützenhauptmann am Tonalepaß eingesetzt, 1807 nimmt er an einem Geheimkonvent der Tiroler Bauernschaft in Brixen teil. Er verbindet in seiner Person Offenheit und Natürlichkeit des Umgangs mit Menschlichkeit, Überzeugungstreue und tiefer Gläubigkeit und gehört schon bald zu den führenden Köpfen der politischen Konspiration. Wenig später sollte seine hühnenhafte Gestalt mit dem langen, schwarzen Bart zur Symbolfigur der Tiroler Erhebung schlechthin werden.
Tirol ist damals nicht die einzige Region, in der es gärt. Vielmehr stehen die Jahre zwischen 1806 und 1813 im Zeichen eines allgemeinen geistigen und politischen Umbruchs. Das Ende des Alten Reiches ist für viele Anlass, über dem trostlosen Zustand der Nation nachzudenken; die Herrschaft Napoleons wird immer widerwilliger ertragen. Österreich ist auch nach der Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II. entschlossen, seine nationale Verpflichtung zu erfüllen, wie der Krieg von 1809 beweist.
Auch in Preußen ist die verheerende Niederlage von 1806/07 Anlaß zu patriotischer Besinnung. Fichte hält an der neu gegründeten Berliner Universität seine „Reden an die deutsche Nation“; die Schriften von Arndt, v. Stein, v. Kleist und die der Berliner Romantiker finden weite Verbreitung. Nachdem Preußen politisch handlungsunfähig geworden ist, ruht allseits die nationale Hoffnung auf Österreich, auch im Westen Deutschlands, bei Görres etwa oder bei Uhland („Auf, gewaltiges Österreich!“). Friedrich Schlegel nimmt ganz bewußt seinen Wohnsitz in Wien, und von dem Freiherrn von Stein stammt der Ausspruch: „Nie war Deutschland einiger als jetzt, einig in der Hoffnung auf Österreich.“

Das spanische Vorbild

Der Wille, den Kontinent von der napoleonischen Herrschaft zu befreien, wächst auch bei anderen Völkern, vor allem bei den Briten und den Spaniern, seit 1812 dann schließlich auch bei den Russen. England hat unter Führung Lord Nelsons, der dabei fällt, am Kap Trafalgar – fast zeitgleich mit Austerlitz – einen fulminanten Seesieg errungen, der die französische Flotte ausschaltet und die Voraussetzung für die glänzende Entwicklung des Landes im 19. Jahrhundert schafft. Seit 1808, nachdem Napoleon seinen Bruder Josef Bonaparte zum König von Spanien erhoben hat, erleidet die sieggewohnte französische Armee auf der Pyrenäenhalbinsel ein Debakel nach dem anderen. Am Fuße der Sierra Nevada muss die gesamte Armee Dupont kapitulieren, der König wird aus seiner Hauptstadt Madrid vertrieben. Auch Napoleon, der persönlich das Oberkommando in Spanien übernimmt, kann das Blatt nicht wenden und kehrt frustriert nach Frankreich zurück. Das Neue, für viele Zeitgenossen Unfaßbare an den spanischen Erfolgen ist, daß sie nicht durch reguläre Armeeeinheiten erzielt werden. Vielmehr sind es Aufständische aus allen Bevölkerungsschichten, die – in ihrem nationalen Stolz und in ihrem religiösen Glauben zutiefst verletzt – die Waffen erheben und die Franzosen überall im Lande angreifen. Sie kämpfen zumeist nicht in offener Feldschlacht, sondern aus dem Hinterhalt heraus, um anschließend sofort wieder in der Zivilbevölkerung unterzutauchen. Da sie nicht als Kombattanten gekennzeichnet sind, gelingt es den Franzosen kaum, ihrer habhaft zu werden. Die Versuche der Besatzungstruppen, durch planmäßige Zerstörung von Gebäuden und Orten, an denen sich solche Vorfälle ereignen, und durch Erschießung von Geißeln in immer größerer Zahl die Erhebung zu unterdrücken, schlagen fehlt: Der beidseitige Haß eskaliert mehr und mehr.
Damit ist eine neue Form des asymmetrischen Krieges geboren: der Kleinkrieg (span. Guerilla), auch als Verdeckter Krieg oder Partisanenkrieg bezeichnet. Zwar hat es vergleichbare Vorformen auch schon früher gegeben, hier aber wird zur ersten Mal bewiesen, daß eine militärisch haushoch überlegene, modern ausgestattete Armee nicht in der Lage ist, ein Land unter Kontrolle zu bekommen, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind, zu denen neben günstigen Geländeverhältnissen vor allem eine politisch entsprechend motivierte Bevölkerung gehört.
Beides trifft auch für Tirol zu, und daher beobachtet man von hier und von Österreich aus, wo seit der spanischen Habsburgerzeit noch manche Beziehungen zu Pyrenäenhalbinsel bestehen, gespannt die dortige Entwicklung. Sie bestärkt die österreichische Regierung, insbesondere den Grafen Stadion und den Erzherzog Karl, in ihren Plänen, neben dem eigentlichen österreichischen Heer zusätzlich eine Landwehr aufzulauern und zugleich den Aufstand in Tirol voranzutreiben. Nachdem der Kaiser sein Einverständnis gegeben hat, laufen die entsprechenden Planungen an: In Zusammenwirken von Heer, Landwehr und Tiroler Aufständischen soll endlich der Sieg über Napoleon errungen werden. Zuständig für die militärische Kooperation mit den Tirolern wird der Erzherzog Johann, der seit langem eine besondere Sympathie für das Land hegt, bei den Tirolern äußerst beliebt ist und bereits beim Abzug der Österreicher im Jahre 1805 versprochen hat, bald zurückzukommen. Der künftige Wiederaufbau der österreichischen Verwaltung wird dem erst 28jährigen Josef Hormayer anvertraut, der in seiner Schrift „Spanien und Tirol tragen keine Fesseln mehr“ deutlich werden lässt, in wie starkem Maße die Vorgänge auf der Pyrenäenhalbinsel die Wiener Entscheidungen beeinflusst haben. Der Kriegsplan sieht vor, dass die Masse des österreichischen Heeres sich nach Westen, gegen Bayern wendet, um dort auf Napoleon zu treffen. Eine Armee soll jedoch gleich bei Kriegsbeginn die Osttiroler Grenze überschreiten und den Tirolern bei der Befreiung ihrer Heimat helfen.
Der bayerisch-französische Spionageapparat ist über diese Planungen weitgehend im Bilde. Zwar werden die Korrespondenzen und Besprechungen zwischen Wien und Tirol diskret geführt, aber daß im Januar 1909 eine Tiroler Delegation in Wien weilt, kann schon deswegen nicht verborgen bleiben, weil das Erscheinungsbild Andreas Hofers so auffällig ist.

Der Krieg beginnt

Im April 1909 beginnt Österreich den Krieg, und zwar ausdrücklich unter Berufung auf seine nationale Verantwortung. In einem von Schlegel formierten Aufruf der Oberkommandierenden, des Erzherzoges Karl, an die deutsche Nation heißt es, Österreich werde kämpfen, „um Deutschland seine Unabhängigkeit und seine nationale Ehre zurückzugeben“. Die österreichische Kriegserklärung und ihre Begründung stoßen in ganz Deutschland auf ein positives Echo, nicht nur bei der zeitgenössischen Publizistik, sondern bis in höchste Armee- und Regierungskreise hinein. Scharnhorst und Gneisenau beispielsweise planen die Aufstellung einer „Preußischen Legion“, die den Österreichern zu Hilfe kommen soll. Sie arbeiten außerdem an der Schaffung einer Landwehr, bei der Erfahrungen aus den Vorgängen in Tirol und Spanien einfließen und die dann einige Jahre später in den Befreiungskriegen eine gewisse, freilich häufig überschätzte Rolle spielen sollte.
Auf dem Tiroler Kriegsschauplatz entwickeln sich die Dinge der Planung entsprechend: Binnen kurzen ist das ganze Land befreit. Die Kämpfe beginnen im mittleren Tirol. Von Andreas Hofer organisierte und geführte bäuerliche Schützenverbände greifen die in Sterzing stationierte bayerische Besatzung an und erringen am 11. April einen vollständigen Sieg. Die Tiroler, deren Zahl sich durch Zulauf aus weiteren Regionen immer mehr erhöht, wenden sich nach Norden, nehmen auf den Höhen südlich von Innsbruck, unter anderem auf dem Bergisel, Aufstellung und greifen von dort aus die Stadt an, deren Besatzung bereits zwei Tage nach Auftakt der Kämpfe kapituliert; die Generäle Kinkel und Bisson geraten in die Gefangenschaft der Tiroler. Derweil dringen reguläre österreichische Truppeneinheiten in Osttirol ein und wenden sich von dort aus nach Westen und Süden, auch gegen Welschtirol (Eroberung Trients am 23. April).
Die Einnahme von Innsbruck ist mit Plünderungen und schweren Ausschreitungen verbunden, die sich vor allem gegen die Familien der bayerischen Soldaten und Verwaltungsbeamten richten. Zwar wird der Krieg in Tirol bei weitem nicht so brutal geführt wie in Spanien, insbesondere auch deswegen, weil Andreas Hofer stets für eine menschliche Behandlung der Gegner eintritt. Haßausbrüche und undiszipliniertes Verhalten lassen sich jedoch nicht immer verhindern, vor allem dann nicht, wenn viel Alkohol im Spiel ist. Auch bei der Ablösung der bayerischen durch die österreichische Verwaltung gehen die neuen Herren ziemlich rigoros vor und schaffen sich daher unnötigerweise Gegner. Eine Minderheit der Innsbrucker Bevölkerung, vor allem aufklärerisch gesinnte Kreise der oberen Gesellschaftsschicht, steht den österreichischen reserviert gegenüber und erhofft die Rückkehr der Bayern.
Die sollte dann auch nicht lange auf sich warten lassen, denn die für Österreich ungünstige Kriegsentwicklung im Donauraum gestattet es den französisch-bayerischen Truppen, erneut in Tirol einzumarschieren, wobei es ihnen allerdings erst beim dritten Anlauf, im Spätherbst 1909, gelingen wird, die Volkserhebung niederzuschlagen.
Die erste Befreiung Tirols im April 1909 gelingt auch deswegen so schnell, weil Napoleon jeden bayerischen Soldaten benötigt, so daß die Tiroler Garnisonen nicht verstärkt werden können. Napoleon erwartet zwar den österreichischen Angriff, wird aber durch dessen frühzeitigen Beginn überrascht, so daß er zunächst nicht genügend Truppen im Donauraum zur Verfügung hat. Daher soll die bayerische Armee in die Bresche springen, die auf diese Weise gezwungen ist, Tirol sich selbst zu überlassen. Das französische Hauptheer rückt schnell nach Osten vor, unter erstaunlichen Marschleistungen, die jeden einzelnen Soldaten physisch bis aufs Äußerste fordern. Die Franzosen siegen bei Ulm, bei Abensberg (in der Nähe von Neustadt/Donau) und bei Eggmühl (östlich davon) und marschieren zwischen der weiter nördlich stehenden österreichischen Hauptarmee und der „Festung Tirol“ donauabwärts in Richtung Wien, das bereits am 13. Mai besetzt wird. Zugleich fallen größere bayerisch-französische Truppenkontingente unter Führung des Marschalls Lefe`bvres in Tirol ein, die den Norden des Landes besetzen und erneut in Innsbruck einziehen.

Rund 30.000 Angehörige von Hunderten Traditionsvereinen marschierten am 20. September 2009 vor 100.000 Zuschauern durch die Innsbrucker Innenstadt, um dem 200-Jahr-Jubiläum der Tiroler Freiheitskämpfe zu gedenken: Schützen aus dem Trentin, aus Nord- und Südtirol, Burschenschaften und Trachtenvereine wie auch das Bundesheer und Verbände der ehemaligen Feinde Frankreich und Bayern waren gekommen.

Die Stunde Andreas Hofers

Dies ist die Stunde Andreas Hofers. Mit Hilfe seines Systems der „Laufzettel“ bietet er zahlreiche Schützenkompanien aus dem mittleren und südlichen Tirol auf und marschiert über Sterzing auf Innsbruck zu. Zusammen mit den Kontingenten aus anderen Landesteilen versammeln sich schließlich rund 13.000 Schützen auf den Höhen um Innsbruck. Im Zentrum der jetzt beginnenden Einschließungsschlacht stehen die legendären Kämpfe am Bergisel, bei denen sich Hofer als unerschrockener Initiator und befähigter Organisator, nicht jedoch als Feldherr erweist, denn über taktische und strategische Kenntnisse verfügt er nicht. Am 30. Mai zieht er feierlich an der Spitze der Tiroler Landesschützen in Innsbruck ein.
Etwa gleichzeitig scheint sich auch die Gesamtkriegslage zu wenden. Die Österreicher unter Erzherzog Karl greifen bei Wien die – immer noch unvollständige – französische Hauptarmee mit großem Elan an. Der Schwerpunkt der äußerst heftigen Kämpfe liegt bei dem Dorf Aspern, und die Franzosen spüren bald, daß ihnen hier ein ganz anderer Geist entgegenschlägt als in den Kriegen zuvor. Nach zweitägigem Gefecht muß Napoleon am 22. Mai das Feld räumen – zum ersten Mal in offener Feldschlacht besiegt.
Die Nachricht von dem österreichischen Sieg hebt nicht nur die Stimmung in Tirol, wo sie erst eine Woche später eintrifft, sondern hat auch außerhalb Österreichs erhebliche Auswirkungen. In ganz Deutschland verbreitet sich eine euphorische Aufbruchstimmung. Der preußische Major Schill griff auf eigene Faust das französische Klientelkönigreich Westfalen an, fällt aber wenig später bei Straßenkämpfen in Stralsund; seine Offiziere werden auf Befehl Napoleons in Wesel erschossen. Der Sohn des Herzogs von Braunschweig führt eine ganze Reihe erfolgreicher Gefechte gegen die Franzosen im sächsischen Raum, bevor er sich nach England absetzt. Die preußische Regierung allerdings kann sich trotz des Drängens Scharnhorsts und Gneisenaus nicht zum Eingreifen entschließen. Zu vernichtend scheint die kurz zuvor erlittene Niederlage, zu gering der Handlungsspielraum angesichts der im Lande stehenden französischen Truppenverbände und der verheerenden finanziellen Lage des Königreichs nach dem Frieden von Tilsit.
Gleichwohl gerät Napoleon, der im Bereich der Lobau eine Defensivstellung bezieht, um auf weitere Truppen zu warten, zeitweilig in erhebliche Schwierigkeiten. Tirol ist erneut verloren, aus Spanien kommen laufend unerfreuliche Nachrichten, und sogar im Empire selbst, im Raum Bordeaux, meutern einzelne Heeresabteilungen. Zudem droht jederzeit ein größeres englisches Landungsunternehmen an einer der Küsten des Kontinents.
Nachdem es den österreichischen Truppen nicht gelungen ist, den Zuzug größerer französischer Verbände zu verhindern, greift Napoleon die österreichische Hauptarmee auf dem Marchfeld an. Zwar erleiden die Franzosen in der sich jetzt entwickelnden Schlacht von Wagram (6. Juli) erneut sehr schwere Verluste, aber der Sieg fällt an Napoleon. Damit ist der Krieg entschieden: Schon knapp eine Woche später sieht sich Österreich zum Abschluß des Waffenstillstands von Znaim genötigt. Eine seiner Bestimmungen lautet, daß sich der gesamte reguläre Militär sofort aus Tirol zurückzuziehen hat.
Napoleon möchte jetzt die Erbitterung, die sich bei ihm zwischen Aspern und Wagram aufgestaut hat, unter anderem an den Tirolern auslassen und entsendet 20.000 Mann unter Führung des Marschall Lefe`bvre ins Land, der mit Befehlen ausgestattet wird, die nicht anders als terroristisch zu bezeichnen sind und eindeutig dem Kriegsrecht auch der damaligen Zeit widersprechen: „Marschall, seien Sie schrecklich!“ Ende Juli wechselt Innsbruck erneut seinen Herrn, doch erleiden die ebenfalls eingesetzten Rheinbundtruppen, darunter vor allem Sachsen, eine verheerende Niederlage bei Franzensfeste, in der „Sachsenklemme“, wie der Ort des Geschehens seither heißt. In der ersten Augusthälfte kommt es vor allem aus dem Raum Sterzing heraus zu Tiroler Gegenangriffen, aus deren sich die dritte Bergisel-Schlacht entwickelt. Die Tiroler, von Wien über den Znaimer Waffenstillstand lange im Unklaren gelassen, stehen jetzt ganz allein gegen die stärkste Militärsmacht der Epoche. Lefe`bvre verfügt im Bereich der Landeshauptstadt Innsbruck über 20.000 zum großen Teil gut ausgebildete Truppen, die jetzt von den auf den Höhen versammelten Tiroler Schützen angegriffen werden. Die Schlacht endet erneut mit dem vollständigen Sieg der Tiroler; Lefe`bvre muß, um den Rest seiner Truppen zu retten, unter schmachvollen Umständen, in der Uniform eines einfachen Soldaten verborgen, nach Bayern abrücken.
Andreas Hofer zieht am 15. August als im Lande nunmehr unumstrittener Regent Tirols in der Innsbrucker Hofburg ein und errichtet ein gut zwei Monate lang währendes „Bauernregiment“. Er hat den politischen Höhepunkt seines Lebens erreicht und fühlt sich, obwohl eine offizielle Bestallung fehlt, als Statthalter der Wiener Regierung für Tirol. Am 4. Oktober erhält er von Kaiser Franz eine goldene Ehrenkette, die jedoch nicht darüber hinweg täuschen kann, daß seine Regierung ungeachtet seines ehrlichen Bemühens nicht sonderlich effektiv ist. Tirol leidet in dieser Zeit vor allem an zwei Übeln: Es gibt nach dem mehrfachen Hin und Her keinen wirklich funktionierenden Beamtenapparat, und das Land ist von einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise erfaßt, die sich von Tag zu Tag verschlimmert.

Tirol wird unterworfen

Am 14. Oktober wird der Friede von Schönbrunn unterzeichnet, in dem Österreich erneut große Gebietsverluste erleidet; die Zugehörigkeit Tirols zu Bayern wird bestätigt. Damit beginnt die letzte Phase des Tiroler Freiheitskampfes. Wer jetzt nicht die Waffen niederlegt, wird von den Bayern und Franzosen als krimineller Aufrührer betrachtet. Nicht weniger als 56.000 Mann rücken in das Land ein. Eine verhältnismäßig kleine Tiroler Streitmacht stellt sich zwar noch einmal am Bergisel zum Kampf, wird aber erwartungsgemäß von der Übermacht geschlagen. Eine Woche später ordnet Andres Hofer die Unterwerfung des Landes an, ruft aber nach drei Tagen unter dem Druck von Mitkämpfern erneut zum Widerstand auf. Die letzte Kampfhandlung spielt sich am 8. Dezember bei Ainet/Osttirol ab, wo die Tiroler Schützen noch einmal ein erfolgreiches Gefecht führen. Unterdessen besetzen die fremden Truppen alle Teile des Landes und nehmen dabei zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen vor. Andreas Hofer hat sich mit seiner Familie in der Nähe seines Hofes verborgen, wird aber verraten und aufgespürt. Französische Soldaten bringen ihn auf Befehl Napoleons in die Festung Mantua. Nach ungewöhnlich kurzem Kriegsgerichtsverfahren, das lediglich eine Farce darstellt, wird er dort am 20. Februar 1810 hingerichtet. Die Aufforderung, vor dem Erschießungskommando niederzuknien, lehnt er ab: „Will sterben, wie ich stehe, will sterben, wie ich stritt.“
Als sich der Kampf um Tirol bereits seinem Ende zuneigt, erläßt einer der Mitkämpfer Hofers, der Pfarrer Siard Haser, einen Aufruf an die „deutschen Brüder“, in dem es heißt: „Jetzt scheint der glückliche Augenblick für Euch gekommen zu sein, daß Ihr die schimpflichen Sklavenfesseln zerbrechen und das französische Joch abwerfen könnet… Jetzt ist Frankreich durch den Krieg mit Österreich geschwächt worden, jetzt könnt Ihr am leichtesten mit vereinten Kräften Euren Fürsten und dem Vaterlande den vorigen Glanz und die alten Rechte wiedergeben. Ahmet das schöne Beispiel der edlen Spanier nach, die tapfer und unerschrocken für die Religion und die Freiheit kämpfen und sich nicht von Frankreich wie Deutschland unterjochen lassen.“
Dieser Apell hat wie manche anderen keine unmittelbare Wirkung gehabt, wie denn auch das Beispiel der österreichischen Erhebung und des Tiroler Freiheitskrieges zunächst nur punktuell nachgeahmt wird. Beides hat aber erheblich zum Wandel der geistigen und politischen Vorstellungen beigetragen. Die Impulse aus dem Alpenraum haben dem nationalen Freiheitsgedanken wenn nicht zum Durchbruch verholfen, so doch entscheidend den Weg bereitet. Die Person Hofers, vor allem dessen Siege am Bergisel, aber auch seine unerschütterliche Grundsatztreue und nicht zuletzt sein tapferes Sterben, wird zur Symbolfigur den deutschen Freiheitskampfes, auch wenn die Zeit für dessen Ausbruch 1809 noch nicht reif ist.
Wenige Jahre später bereits geht dann die Saat auf. Im Winter 1812/13 verliert Napoleon fast seine gesamte „Grande Armee“ in den Weiten Rußlands, wichtige Verbündete, darunter auch Bayern, sagen sich von Frankreich los. Die preußischen Reformen sind inzwischen bereits viel weiter gediehen, und immer noch ist ein beträchtlicher Teil der französischen Truppen in Spanien gebunden. Die Völker Europas sind sich diesmal einig: In gemeinsamer Anstrengung beseitigen sie während der Befreiungskriege 1813–15 die Herrschaft Napoleons und führen eine neue Epoche herauf, die – ganz im Sinne des österreichischen und Tiroler Geschehens von 1809 – nationale Unabhängigkeit mit Freiheit im Inneren zu verbinden sucht.

 
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