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Der Völkerpsychologe Willy Hellpach

Wichtiger als die Mundart ist die Redeweise, Tonfall, Wort- und Satzmelodie, Sprechtempo und Rhythmus. Dieser „Akzent“ bleibt auch erhalten, wenn längst keine Mundart mehr gesprochen wird.
Gemütsbewegungen sind auch die sekundäre Folge ihres primären Ausdrucks. Menschen lachen nicht nur, weil sie fröhlich sind, sie sind auch fröhlich, weil sie lachen. Diese innere Anähnelung an die äußere Ausdrucksweise, das „James-Langesche Paradox“, ist auch bei Schauspielern bekannt. Alle Bilder aus Erna Lendvai-Dircksen, Das deutsche Volksgesicht. Tirol und Vorarlberg.
Die ständige Einübung bestimmter äußerlicher Gemütsäußerungen führt so auch zum inneren Empfinden der entsprechenden Gemütsregungen: „Die Gewöhnung an stete Selbstbeherrschung erzeugt schließlich wirkliche Gelassenheit …, das hemmungslose Austoben jedes kleinen Ärgers züchtet die Verärgertheit …“
Die Assimilationskraft der Großstadt ist besonders stark, da die Menge der Menschen und der ständige Kontakt mit ihnen, auch wenn er nur oberflächlich erfolgt, eine „viel stärkere Übermacht der Anformung“ erzeugt, als dies der Kontakt mit viel weniger Menschen am Lande vermag.
Zur deutschen Formabneigung gehört der Vorrang des Sachlichen und Inhaltlichen, ein deutscher „Grobianismus“, während die umgebenden Völker im Umgang höflicher sind. Dazu kommt die deutsche Gründlichkeit, die Tendenz, Normen zu verinnerlichen und alles Weltanschauliche bitter ernstzunehmen.

Von Andreas Vonderach

Gedanken zu Stammescharakter und Assimilationskraft

Wer heute im Internet oder in Bibliothekskatalogen unter dem Schlagwort „Völkerpsychologie“ sucht, wird dort zunächst auf das umfangreiche Werk des Psychologen Wilhelm Wundt (1832–1920) stoßen. Er wird jedoch bald enttäuscht sein, findet er doch in dessen Büchern nur Allgemeines über Sprache, Mythos und Sitte vor allem in primitiven Kulturen. Über die psychologischen Eigenschaften konkreter Völker erfährt er dort nichts. Schaut er auch noch nach anderen Autoren, stößt er dann auf die Bücher des Psychologen Willy Hellpach (1877–1955), insbesondere dessen „Einführung in die Völkerpsychologie“.

Willy Hellpach gehört zu jenen Persönlichkeiten, die zu ihrer Zeit fast jeder kannte, heute aber so gut wie vergessen sind. In der Zwischenkriegszeit ein bekannter Schriftsteller und Politiker, sind seine Bücher heute nur noch ein Geheimtip für Eingeweihte. Hellpach war Wissenschaftler, Arzt (Neurologe), ein gefragter Autor und Vortragsredner, Sozial- und Völkerpsychologe, Pädagoge, Unterrichtsminister, Reichstagsabgeordneter der liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), von 1924–1925 Staatspräsident von Baden und 1925 Kandidat der DDP für das Amt des Reichspräsidenten.
Der am 26. Februar 1877 geborene Willy Hellpach wuchs in bescheidenen kleinbürgerlichen Verhältnissen in der mittelschlesischen Kleinstadt Landeshut auf. Sein Vater, ein kleiner Beamter, starb noch im Jahr seiner Geburt. Hellpachs schulische Laufbahn ist ein Beleg für die Chancen, die im Kaiserreich hochbegabten Schülern auch aus den unteren Sozialschichten offenstanden. Hellpach schlug gegen Widerstände von Verwandten und Lehrern ein Medizinstudium ein. Er studierte Medizin und Philosophie in Greifswald, Leipzig und Heidelberg, wobei er oft nicht wußte, wie er sein Studium finanzieren sollte. Zu seinen Lehrern gehörten der Psychiater Emil Kraepelin (1856–1926), der Geograph Friedrich Ratzel (1844–1904) und der Historiker Karl Lamprecht (1856–1915). Unter dem Eindruck der Werke des Psychologen Wilhelm Wundt (1832–1920) wandte er sich der Psychologie zu. Bei Wundt promovierte er dann auch 1899. Eine weiterführende Hochschulkarriere hatte er sich jedoch durch seinen unangepaßten Charakter und die Weigerung, sich ganz auf ein bestimmtes Fach festzulegen, zunächst verbaut. Nach seinem medizinischen Staatsexamen ließ er sich 1904 in Karlsruhe als Nervenarzt nieder, wo er fast zwanzig Jahre lang praktizieren sollte. Im selben Jahr heiratete er die Deutsch-Pragerin Olga Klim. Die Ehe blieb kinderlos. Seit 1906 hielt Hellpach Vorlesungen an der Technischen Hochschule in Karlsruhe, wo er sich 1906 habilitierte. Er schätzte das menschliche und politische Klima seiner badisch-pfälzischen Wahlheimat, für die, wie er sagte, anders als in seiner preußischen Heimat der Mensch nicht erst beim Reserveoffizier begann, sondern wo jeder ungeachtet seines Standes mit jedem verkehren konnte.
Hellpach war ein außerordentlich produktiver Autor. Vom Zeitungsaufsatz bis zum wissenschaftlichen Lehrbuch hinterließ er 866 Veröffentlichungen (wahrscheinlich sind es noch mehr). Gleichermaßen Natur- und Geisteswissenschaftler, waren für ihn ein weit gespannter Horizont und die Neigung zur Bearbeitung von Grenzgebieten zwischen den Fächern charakteristisch, wobei er die verschiedenen Bereiche des sozialen Lebens mit dem erfahrenen Blick des klinischen Psychologen betrachtete. Als Wissenschaftler war er Empiriker, seine Forschungen waren grundsätzlich ergebnisoffen. Dabei spielte seine hervorragende Beobachtungsgabe eine große Rolle.
Hellpachs Schriften sind trotz ihrer zuweilen eigenwilligen Sprache – er neigte zu begrifflichen Neuschöpfungen – gut lesbar und zeichnen sich für den damaligen wie den heutigen Leser durch ihren anregenden Gedankenreichtum aus. 1906 machte ihn ein Traktat über „Geistige Epidemien“ erstmals bekannt. Noch mehr und auch internationale Beachtung fand 1911 sein Buch „Die Geopsychischen Erscheinungen“, in dem er den Einflüssen von Boden, Landschaft und Klima auf die menschliche Psyche nachging. Das später unter dem Titel „Geopsyche“ erschienene Buch erlebte acht Auflagen (zuletzt 1977) und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Als erster setzte Hellpach sich in dem Werk „Das Problem der Industriearbeit“ (1925) mit den psychologischen Problemen der industriellen Produktion auseinander. In den dreißiger Jahren schuf er einige seiner wichtigsten Werke. In rascher Folge erschienen das „Elementare Lehrbuch der Sozialpsychologie“ (1933), „Mensch und Volk der Großstadt“ (1937), die „Einführung in die Völkerpsychologie“ (1938) und seine „Deutsche Physiognomik“ (1942). Alle sollten in den späten vierziger und den fünfziger Jahren Neuauflagen erleben. Nach dem Krieg folgten die „Klinische Psychologie“ (1946), der „Grundriß der Religionspsychologie“ (1951), die „Kulturpsychologie“ (1953) und sein Spätwerk „Der deutsche Charakter“ (1954), um nur die wichtigsten Bücher Willy Hellpachs zu nennen. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Zeitschriftenaufsätze Hellpachs, die in Zeitschriften wie „Velhagen & Klasings Monatsheften“ oder der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift“ erschienen, und die oft lebendiger geschrieben sind als die Lehrbücher. Um eine Vorstellung von ihrer Themenvielfalt zu geben, seien einige Titel wie „Die Zauberberg-Krankheit“, „Zur Formenkunde der Beziehung zwischen Religiosität und Abnormität“, „Die Heilkräfte der geistigen Arbeit“, „Völkercharaktere und Krankheitsbilder“ und „Berlinertum. Versuch einer Wesenskunde eines Weltstadtmenschenschlags“ genannt.

DDP-Minister

Auch politisch ließ sich Willy Hellpach nur schwer einer Richtung zuordnen. Er war jemand, der sich unter Linken als Rechter und unter Rechten als Linker fühlte. In seiner Studienzeit hatte Hellpach revisionistischen sozialistischen Ideen nahe gestanden und unter dem Pseudonym „Ernst Gystrow“ in den „Sozialistischen Monatsheften“ publiziert. Der Eindruck der gelassenen altliberalen Bürgerlichkeit seiner neuen Heimat Baden ließ ihn nach dem Studium weiter nach rechts rücken. Er betrachtete sich als ein „durch und durch liberales Naturell“. Aufgrund von Erfahrungen, die er während des Ersten Weltkrieges als Chefarzt eines Nervenlazarettes machte, reifte sein Entschluß „fortan an der Politik mitzuwirken“. Als die wichtigste Notwendigkeit erschien ihm eine konsequente Friedenserziehung: „Die Erziehung der letzten Menschenalter war in weiten Teilen des Abendlandes durchaus, bewußt oder faktisch, auf die sittliche Glorifizierung des kriegerischen Menschen ausgerichtet ... Es ist also eine ungeheure Umkehr, die in unserem Schulbetrieb allein schon, und weit über ihn hinaus, in der Gesamthaltung der öffentlichen Wertungen vollzogen werden muß, wenn wir dem Krieg als geschichtliches Ideal den menschlichen Boden abgraben und ... für die Schönheit eines Traumes vom ewigen Frieden mit Kant reif werden wollen“.1 Eine Forderung, die zu ihrer Zeit durchaus ihre Berechtigung hatte.
Während des Ersten Weltkrieges strebte Hellpach eine „starke konstitutionelle Monarchie“ an. Anders als viele andere Hochschullehrer bekannte Hellpach sich dann aber bald zur Weimarer Reichsverfassung und zur parlamentarischen Demokratie. Er schloß sich der (links)liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) an, von der er meinte, daß sie die „konservative Volkspartei“ des neuen Deutschland werden könne. Hellpach verstand unter einem Konservatismus auf dem Boden der Verfassung den „Schutz des Individuums gegen Kollektivismus, Eintreten für die großen traditionellen Güter der Familie, Sorge für die Erhaltung des bodenständigen Menschen, Wahrung der standesmäßigen Werte gegen klassenmäßige“.2 Letzterem liegt die Vorstellung einer berufsständischen Ordnung zugrunde. Hellpach sah wesentliche Elemente der Demokratie im Germanentum begründet. Dazu gehörten „ein sehr stark ausgeprägtes persönliches Freiheitsgefühl“ und ein seit frühester Geschichte verwurzelter Hang zur Selbstorganisation der Gemeinden und Stände. Zugleich strebte Hellpach die großdeutsche Einheit aller Deutschen an. Den parteipolitischen Konservatismus in der Weimarer Republik lehnte er dagegen wegen seiner Republikfeindlichkeit und seiner Bindung an industrielle und agrarische Interessen ab.
Hellpach blieb aber auch in der DDP ein Außenseiter. Schon bald durch die innerparteilichen Streitereien tief enttäuscht, nahm er 1922 dennoch das Angebot an, Unterrichtsminister in Baden zu werden. In dieser Zeit schuf er in Baden das Modell einer neuen Berufsschulordnung, die erstmals auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Staatslehre und Religion als Teil des Berufsschulunterrichts einführte. 1924 wurde er zum Staatspräsidenten des Landes Baden gewählt und ein Jahr später kandidierte er nach dem Tod Friedrich Eberts – er hatte die Trauerrede an dessen Grab gehalten – auf Vorschlag seiner Partei für das Amt des Reichspräsidenten. Die Kandidatur blieb eine reine Zählkandidatur, Hellpach erhielt nur 5,8 Prozent der Stimmen. Im zweiten Wahlgang wurde Hindenburg zum Reichspräsidenten gewählt. Obwohl Hellpach sich 1926 aus der Politik zurückzog und als Honorarprofessor in Heidelberg wieder Psychologie lehrte, ging er 1928 noch einmal als Reichstagsabgeordneter in die Politik zurück, legte aber nach einer „inhaltsarmen und sinnlosen Episode von zwei Jahren“ 1930 sein Mandat nieder, um sich ganz der Lehrtätigkeit und seinen wissenschaftlichen Publikationen zu widmen. Unmittelbaren Niederschlag fanden seine politischen Erfahrungen in dem Buch „Politische Prognose für Deutschland“ (1928). Hellpach hat die Nationalsozialisten vor 1933 offen kritisiert, glaubte aber nicht an deren Erfolg, weil in Deutschland kein „Talent für den theatralischen Faschismus“ vorhanden sei. Nach deren Machtübernahme mußte er hinnehmen, daß man ihm als „Systemgröße“ das Gehalt stark kürzte und mehrere seiner Schriften verbot. 1945 wurde er wieder in seine alten Rechte eingesetzt, hielt sich aber weiterhin von der aktiven Politik fern.

Der Mensch lebt in Völkern

Ein besonderer Akzent von Hellpachs Werk lag auf der Völkerpsychologie. In ihr sah er eine Notwendigkeit für das friedliche Zusammenleben der Völker. Er hatte eine treffsichere Begabung, Sozialtypen des menschlichen Verhaltens zu erkennen und in plastischer Weise zu beschreiben. Wer Hellpach liest, macht immer wieder die Erfahrung, das, was Hellpach schreibt, auch schon selbst so beobachtet und empfunden, es aber bisher nicht in Begriffe zu fassen vermocht zu haben.
„Die Menschheit lebt in Völkern“ heißt es in Hellpachs „Völkerpsychologie“. In ihnen sind gleichermaßen Verwandtschaft und sozialer Verbund wirksam. Er unterschied „Volk als Naturtatsache“, „Volk als geistige Gestalt“ und „Volk als Willensschöpfung“. Als Milieutheoretiker ging er den Formungen nach, die der Volkscharakter durch die physische, soziale und ideelle Umwelt erfährt. Allerdings bestritt er den Einfluß erblicher Faktoren nicht, sondern betonte „Rasse ist ein sehr volkserheblicher Tatbestand“. In vielen Publikationen befaßte sich Hellpach mit den deutschen Stammes- und Regionalcharakteren. Seine Aussagen über die verschiedenen europäischen Völker finden sich dagegen verstreut in zahlreichen Büchern und Aufsätzen und in seinen Erinnerungen.
Ausgangspunkt für Hellpachs Völkerpsychologie waren oft eigene Beobachtungen. Etwa in den zwanziger Jahren auf einem Hochadelsabend beim deutschen Gesandten in Polen:
„Die drei Gattungen von Staatsangehörigen, aus dem sich nun die Bevölkerung des polnischen Reiches zusammensetzte, waren spätestens nach den ersten Worten, die man wechselte, oft aber schon auf den ersten Blick zu unterscheiden! Unverwechselbar die aus Krakau, aus Lemberg, aus Galizien gekommenen, als Angehörige der sei es politischen, sei es akademischen Schicht vollendete Österreicher, ja geradezu deren liebenswürdigsten Typus verkörpernd, freimütig im Gespräch, fast immer mit der leichten Vorwärtsneigung des Hauptes zuhörend, die für die upper class des Bayerntums wie Österreichs eine Art Anerzogenheit war, im Grunde wienerische Menschen, denen es in der Donaumonarchie recht gut gegangen war und die für das junge Vaterland (…) nur eine temporäre Begeisterung aufbringen konnten (…). Ihr genaues Widerspiel die ‚Preußenpolen‘, aus den abgetretenen Teilen Posens, Westpreußen stammend, hart und eckig in ihren Haltungen, im Gespräch den Kopf etwas hochfahrend in den Nacken geworfen, offensichtlich mißtrauisch gegen diesen reichsdeutschen Gast (…). Und endlich die ‚Kongreßpolen‘ [d. h. aus dem ehemals russischen Teil Polens, A. V.], alle mit etwas versorgten, fast vergrämten Gesichtern, in die untere Stirnpartie die kummervolle senkrechte Falte eingegraben, der man bei so vielen Osteuropäern begegnet, höflich mit etwas unterwürfiger Note, aber im ganzen Wesen das, was am alemannischen Oberrhein mit dem Wörtchen ‚verdruckt‘ bezeichnet.“ 3
Oder wenn Hellpach auf einer Reise Beobachtungen im norwegischen Oslo anstellte: „Weder auf der Straße, noch in den Läden waltet die dänische und schwedische Liebenswürdigkeit, wenn man fragt oder kauft. Die Art, sich zu geben, erinnert viel eher an die schweizerische, ist etwas bäuerisch derb, ohne große Gesten und Worte; der ganze Lebens- und Gehabensstil hat einen Zug von deftiger Breitbeinigkeit, und gewiß wäre niemand auf den Gedanken gekommen, diese Skandinavier hier die ‚Franzosen des Nordens‘ zu nennen, wie es den Schweden zuteil ward.“ 4

Ansteckende Stammescharaktere

Besonders reich war Hellpachs Erfahrungsschatz über die unterschiedlichen Temperamente der deutschen Stämme: „In der Pfalz war es im übrigen nach den Vorträgen sehr vergnügt, aber im Vortrag erschien etwas Vorsicht geboten: man durfte seinen Humor nicht zu frei spielen lassen, dieses fröhliche Völkchen geriet sonst leicht in eine Art Ulkstimmung, die schwer wieder zum Ernst des Zuhörens zurückzubannen war. Bei den stillen Stämmen, zum Beispiel in allen schwäbischen Gauen, ging es umgekehrt, hier mochte die Zuhörerschaft es nicht, wenn ein ernster Sprecher sich zu Witzen verleiten ließ: in Freiburg, Konstanz, Stuttgart und Basel konnte man mit einem Aper?u, das am Rhein oder in Sachsen Lachsalven entfesselte, auf eisiges Schweigen stoßen, …“5
Hellpach entwickelte ein sozialpsychologisches Modell für die Wirkungsweise der Volks- und Stammescharaktere. Wichtiger als die Mundart, nach der konventionellerweise die Stämme bestimmt und abgegrenzt werden, ist nach Hellpach die Redeweise, der „Akzent“, d. h. Tonfall, Wort- und Satzmelodie, Sprechtempo und -rhythmus, Pausensetzung und Atemholung usw. Sie ist „ein viel umfassenderer und viel tieferdringender Ausdruck der Wesensart als die bloß linguistische, rein philologische Mundart“.6 Der „Akzent“ bleibt auch erhalten, wenn längst keine Mundart mehr gesprochen wird.
„Daran, nicht an mundartlichen Überresten im Wortgebrauch, eher noch an solchen der Lautgestalt, erkennen wir meist zeitlebens den Ostpreußen, den Sachsen, den Rheinländer, den deutschen Schweizer, auch wenn sie grammatikalisch und syntaktisch völlig korrekt, schriftmäßig reden.“7
Der Akzent ist aber nur ein Teil eines größeren psychologischen Wirkungszusammenhanges.
„In der Ganzheit dieses Umgangssprechens geht aber außer dem charakteristischen Tonfall, dem Sprechtempo, den mancherlei besonderen Lautungen (...), auch die Mimik und Gestik mit ein, Miene und Haltung lassen beim ‚Mundauftun‘ den Rheinländer vom Pommern, den Alemannen vom Thüringer sehr deutlich unterscheiden“.8
Akzent und Sprechgebaren wirken erfahrungsgemäß auf den Fremden nach einiger Zeit „ansteckend“. Der Grund dafür ist die Wirkung des ideomotorischen Gesetzes, das nach seinem Entdecker, dem britischen Physiologen William Benjamin Carpenter (1813–1885) auch der Carpenter-Effekt genannt wird, „... wonach jede Wahrnehmung oder Vorstellung einer Bewegung in uns einen leisen Antrieb zum Mitvollzug dieser Bewegung erzeugt“. Schon bei dem Gedanken an eine Bewegung kommt es zu elektrophysiologischen Spannungen in den betreffenden Muskeln, und die Augen wandern auch bei geschlossenen Lidern in die Richtung des gedachten Gegenstandes Nicht nur das äußere Verhalten, auch Gefühle und Stimmungen wirken „ansteckend“. Jeder hat schon erlebt, daß beispielsweise Lachen „anstecken“ kann, und daß ähnliches auch für traurige, niedergeschlagene Seelenverfassungen gilt.
Diese unbewußte Identifikation mit den anderen ist auch der Grund dafür, daß der Akzent, Mimik und Gestik, die ganze „Haltung“, mit der Zeit „abfärbt“.
„Ich sehe sein Sprechgebaren und höre seinen Sprechtonfall. Ohne es zu wollen, ja ohne es zu ahnen und es verhindern zu können, werde ich davon miterfaßt, desto gewisser, je öfter dieses Sehen und Hören stattfindet.“9
Mit der Angewöhnung von Akzent, Mimik und Gestik, einer bestimmten „Haltung“, „... stellt sich aber auch eine zunehmende innere Anähnelung an die Seelenverfassungen ein, die jenen Haltungen zugrunde liegen“.10 Dabei ist ein weiteres psychologisches Gesetz wirksam, nämlich das nach dem amerikanische Philosophen und Psychologen William James (1842–1910) und dem dänischen Physiologen Carl Lange benannte James-Langesche Paradox, wonach die Gemütsbewegung auch die sekundäre Folge ihres primären Ausdrucks sind. Das heißt, Menschen weinen nicht nur, weil sie traurig sind, sondern sie sind auch traurig, weil sie weinen! Diese Rückwirkung ist selbst bei künstlicher Ausdruckserzeugung, beispielsweise bei Schauspielern, wirksam.
Hellpach: „... [so] wirkt auch die Modelung des Gebarens auf das Erleben selber, die äußere Haltung auf die innere zurück; wissen wir doch aus der Psychologie, daß die Ausdrucksabläufe der Gemütsbewegung, je nachdem sie ausgiebig sich entladen können oder unterdrückt werden, höchst entschiedene Rückwirkungen auf den weiteren Affektverlauf selber ausüben.“11
Die langfristige Einübung erzeugt so das „Konventionstemperament“: „Die Gewöhnung an stete Selbstbeherrschung erzeugt schließlich wirkliche Gelassenheit [...], das hemmungslose Austoben jeden kleinen Ärgers züchtet die Verärgertheit, läßt jede kleine Bagatelle den Zorn aufflackern.“12
Das „Konventionstemperament“ wirkt so charakterbildend. Die spezifischen Charaktere und Haltungen ständischer oder sozialer Gruppen, etwa von Offizieren, Adeligen, Priestern, Bauern, Arbeitern oder Studenten, kommen auf diese Weise zustande.
„Es vollziehen sich also tatsächlich Temperamentsumwandlungen, nicht bloß Verschleierungen oder Maskierungen, und sie ziehen Gemütswandlungen und Charakterwandlungen nach sich.“13
Diese unbewußte Beeinflussung durch die Umgebung ist der Grund, warum Menschen, die in eine andere soziale Umwelt versetzt werden, sich dieser mit der Zeit anähnlichen.
„Auch der Stille ‚taut‘ in ‚temperamentvoller‘ Umgebung auf – nicht immer, aber doch recht oft; er wird nicht gerade feurig und stürmisch, aber er nähert sich doch ein gut Stück der Lebhaftigkeit, die ihn umgibt und ‚ansteckt‘. Umgekehrt erlahmt ein lebhaftes Temperament auf die Dauer, wenn es ohne Widerhall bleibt ...“14
Mein rheinisches Temperament ist dahin“ – klagte Hellpach eine Kölnerin, die seit Jahren in Hamburg lebte, und sie setzte hinzu, „nicht einmal in Köln werde ich ganz die Alte“; ihre hamburgischen Bekannten fanden sie freilich immer noch „reichlich rheinisch“. Und er berichtet – Hellpach war mehrere Jahre Unterrichtsminister in Baden – wie ihm wiederholt norddeutsche Eltern, die nach Karlsruhe oder Freiburg umgesiedelt waren, klagten, daß ihre Jungen, zumal in der Schule, das „tranige“ Gebaren der Einheimischen annähmen.15 So wachsen spätestens die Kinder ganz von selbst in die neue Umgebung hinein und übernehmen den Verhaltensstil der Einheimischen.
Diese Assimilationskraft wirkt in der (Groß-)Stadt besonders stark, da die Menge der Menschen und der ständige Kontakt mit ihnen, selbst oder gerade, wenn er nur oberflächlicher Art ist, eine „viel stärkere Übermacht der Anformung (erzeugt), als der entschiedenere Abstand der viel kleineren Anzahl von Dorfbewohnern in Arbeit und Muße“.16 Je kleiner die Zahl der Personen ist, die zu der sozialen Umwelt eines Menschen gehört, umso mehr wirkt sich der Zufall der individuellen Charaktere aus. Je größer die Zahl der Menschen ist, desto mehr kommt das dem jeweiligen Sozialkollektiv Allgemeine zur Wirkung.
Natürlich findet die Beeinflussung durch die Umgebung ihre Grenzen im genetisch bestimmten Temperament des einzelnen; doch ist dieses keineswegs starr festgelegt, sondern weist wie jedes psychologische Merkmal eine bestimmte Modifikationsbreite auf, innerhalb der Veränderungen möglich sind und an der die Einflüsse der sozialen Umgebung ansetzen.

Der deutsche Charakter

In seiner „Deutschen Physiognomik“ (1942) faßte er seine seit den zwanziger Jahren betriebenen Studien zur Physiognomik und Psychologie der deutschen Stämme zu einem Werk zusammen. Ausgangspunkt zu der Beschäftigung mit diesem Thema waren die Eindrücke gewesen, die er über den Temperamentsunterschied zwischen Franken (Pfälzern) und Schwaben in Baden machen konnte. Er glaubte, daß die Mundart einer Region die innere Haltung ihrer Bewohner widerspiegelt und sich in ihrer Mimik und Physiognomie niederschlägt. Jenseits der kaum nachprüfbaren physiognomischen Beobachtungen ist das Buch auch heute noch lesenswert wegen seiner ausgezeichneten und prägnanten Beschreibungen der verschiedenen deutschen Regionalcharaktere.
In dem Spätwerk „Der deutsche Charakter“ (1954) folgte Hellpach den Verwandlungen des deutschen Volkes vom schöngeistigen Deutschland der Klassik und Romantik über das nutzgeistige im 19. Jahrhundert zum machtgeistigen im Wilhelminismus und Nationalsozialismus. Das Buch ist – wie viele Schriften aus dieser Zeit – nicht frei von Bitterkeit und nationalen Selbstbezichtigungen, enthält aber meines Erachtens auch viel Gültiges über den deutschen Volkscharakter. Durch alle historischen Verwandlungen hindurch glaubt Hellpach einige „Partialkonstanten“ des deutschen Nationalcharakters zu erkennen, die sich über die Zeiten hinweg erhielten, und die er mit den Stichworten Schaffensdrang, Gründlichkeit, Ordnungsliebe, Formabneigung, Eigensinn und Schwärmseligkeit benennt. Auch bei sehr unterschiedlichen Stammestemperamenten verbinden sie die Deutschen miteinander. An ihnen haben in unterschiedlichem Maße auch die mit den Deutschen nah verwandten Völker Teil, etwa die Niederländer und Schweizer an Sauberkeit als Erscheinungsform der deutschen Ordnungsliebe. Zum Schaffensdrang und zur Ordnungsliebe gehört eine eher geringe Begabung für das, was in einer italienischen Formel dolce far niente genannt wird, das „süße Nichtstun“. Zur Gründlichkeit gehört, daß auch alles Weltanschauliche bitter ernst genommen wird, die Tendenz dazu, Normen zu verinnerlichen. Zur Formabneigung gehört der Vorrang des Sachlichen und Inhaltlichen, aber auch der altdeutsche Grobianismus, der seinen Höhepunkt zur Lutherzeit hatte, den es aber auch zu Hellpachs Zeit noch gab (mit regionalen Unterschieden). Es sei eine Tatsache, sagt Hellpach, daß wir von lauter höflicheren Völkern umgeben seien. Die Schwärmseligkeit beinhaltet eine Bereitschaft zur Verinnerlichung; eine Bereitschaft, sich auf das Ideelle, Romantische und Metaphysische einzulassen, was dann mit Gründlichkeit getan wird.
Das Buch war zur Zeit seiner Veröffentlichung sehr umstritten und wäre es heute noch viel mehr; auf jeden Fall ist es aber ein ernstzunehmender Versuch, der den Werken von Madame de Staël, Richard Müller-Freienfels und Bernard Nuss zum Thema des deutschen Nationalcharakters gleichrangig zur Seite steht.
Als Hellpach auf dem Internationalen Philosophenkongreß in Prag über die Natur des Volkstums referierte und die Meinung vertrat, jede Kultur müsse an die Universalität ihrer Werte glauben und daher um ihrer selbst willen „totalitär und intolerant“ sein, erregte er heftigen Widerspruch der Teilnehmer aus dem westlichen Ausland und in der Emigrantenpresse.17 An seinem Auftritt in Prag entzündet sich noch heute die linke Kritik an Hellpach.
Viele zeit-, sozial- und völkerpsychologische Beobachtungen enthalten Hellpachs Lebenserinnerungen „Wirken in Wirren“, erschienen 1948/49. Deren dritter Band mit der Zeit von 1925 bis 1945 wurde erst 1987 postum veröffentlicht. Die Memoiren sind ein fesselndes Zeitgemälde der deutschen Gesellschaft des Kaiserreichs und der ihm folgenden Jahrzehnte. Die ganze Spannung zwischen der geistigen Entwicklung eines Individuums und der der Nachwelt oft verborgenen alltäglichen Sorge um den Lebensunterhalt der Familie wird in ihnen deutlich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Hellpach für ein pazifistisches und neutrales Gesamtdeutschland ein. Sein politisches Vermächtnis faßte er 1949 in dem Buch „Pax Futura“ zusammen, mit dem Untertitel „Die Erziehung des friedlichen Menschen durch eine konservative Demokratie“. In ihm zeigte er noch einmal illusionslos die Aufgabe der Erziehung zu einem friedlichen, jedem Radikalismus abgeneigten Menschen durch Familie, Schule, Selbstverwaltung und Politik. Der von Hellpach angestrebte Staat sollte zugleich „urdemokratisch“ und „urkonservativ“ sein. Als Vorbilder galten ihm England und die Schweiz. Konkret verband er mit seiner Konzeption einer „Konservativen Demokratie“ die Vorstellung von einem Mehrheitswahlrecht, einer zusätzlichen berufsständischen Kammer und eines starken, vom Volk gewählten Präsidenten.
Hellpach war ein sehr deutscher Wissenschaftler, was nicht zuletzt an seiner geisteswissenschaftlichen Prägung auch als Naturwissenschaftler lag. Einige seiner bekannteren Werke wurden zwar ins Französische, Spanische, Niederländische und Italienische übersetzt, nicht jedoch ins Englische (eine englische Übersetzung der „Geopsyche“ war vor Beginn des Zweiten Weltkrieges geplant). Dies erklärt auch seinen nur geringen Einfluß auf die heutige Psychologie. Willy Hellpach starb am 6. Juli 1955 in Heidelberg.

Literatur

Publikationen von Willy Hellpach:
Die geistigen Epidemien. Frankfurt am Main 1906
Erscheinung und Entstehung des Volkstums. In: Ders.: Prägung. Zwölf Abhandlungen aus Lehre und Leben der Erziehung, Leipzig 1928, S. 176–197
Der völkische Aufbau des Antlitzes. In: Die Medizinische Welt 7 (1933), S. 1546–1549
Wesensartliche Systematik der deutschen Stämme. In: Forschungen und Fortschritte 10 (1934), S. 123–125
Erfahrungen und Grundsätze über Schauverfahren. In: Zeitschrift für Rassenkunde 4 (1936), S. 164–172
Typenschauregel – Typenwerderegel – Typenschwellenregel. Ein Beitrag zur Psychophysik der Typisierung. In: Archiv für die gesamte Psychologie 97 (1936), S. 181–188
Gemütsart und Gemütswandel als erscheinungsformende Kräfte. In: Otto Klemm (Hg.): Gefühl und Wille. Bericht über den XV. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Jena. Jena 1937, S. 114–122
Der rheinische Volksschlag. Ursprung – Wohnsitz – Wesensart – Erscheinung. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift 63 (1937), H. 36, S. 1375–1419
Die Wesensart der deutschen Stämme. Der bairisch-österreichische Stamm. In: Velhagen & Klasings Monatshefte 53, 1938/39, S. 105–110
Die Wesensart der deutschen Stämme. Die Norddeutschen und ihr mitteldeutscher Ableger. In: Velhagen & Klasings Monatshefte, Oktober 1940, S. 72–74
Berlinertum. Versuch einer Wesenskunde eines Weltstadtmenschenschlages. In: Zeitschrift des Vereins für die Geschichte Berlins 58 (1941), H. 2, S. 45–63
Mensch und Volk der Alpen. Rasse und Stamm – Begabung und Charakter – Gemeinschaftssinn und Kulturanteil. In: Wiener Klinische Wochenschrift 55 (1942), S. 208–213
Deutsche Physiognomik. Grundlegung einer Naturgeschichte der Nationalgesichter. 2., überarbeitete Auflage Berlin 1949
Gesichter-Prägung in Stamm und Volk, Stadt und Land (Physiognomische Ethnodynamik). In: Physis 2 (1949), S. 13–32
Pax Futura. Die Erziehung des friedlichen Menschen durch eine konservative Demokratie, Braunschweig 1949
Sozialpsychologie. 3. durchgesehene Auflage, Stuttgart 1951
Grundriß der Religionspsychologie. Stuttgart 1951
Kultur und Klima. In: A. Seybold, H. Woltereck (Hg.): Klima – Wetter – Mensch. Heidelberg 1952, S. 278–291
Mensch und Volk der Großstadt. 2., neubearbeitete Auflage, Stuttgart 1952
Kulturpsychologie. Stuttgart 1953
Der Sozialorganismus. Menschengemeinschaften als Lebewesen. 2. neubearbeitete Auflage, Köln 1953
Einführung in die Völkerpsychologie. 3., neubearbeitete Auflage, Enke, Stuttgart 1954
Der deutsche Charakter, Bonn 1954
Völkercharaktere und Krankheitsbilder. In: Medizinischer Monatsspiegel 1955, H. 1, S. 1–5
Geopsyche. Die Menschenseele unter dem Einfluß von Wetter und Klima, Boden und Landschaft. 8., unveränderte Auflage, Stuttgart 1977
Hellpachs Autobiographie:
Wirken in Wirren: Lebenserinnerungen. 2 Bde., Hamburg 1948 u. 1949
Hellpach-Memoiren 1925–1945. Hrsgg. v. Christoph Führ, Köln 1987 [3. Band der Memoiren]
Publikationen über Willy Hellpach:
Kaune, Claudia-Anja: Willy Hellpach (1877–1955). Biographie eines liberalen Politikers der Weimarer Republik. Peter Lang, Frankfurt am Main 2005
Lankenau, Klaus: Willy Hellpach – Ein Leben zwischen Politik und Wissenschaft. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 134, 1986, S. 359–375
Lück, Helmut E.: Willy Hellpach. Geopsyche, Völker- und Sozialpsychologie in historischem Kontext. In: Gerd Jüttemann (Hg.): Wegbereiter der historischen Psychologie. München 1988, S. 263–272
Stallmeister, Walter: Der Psychologe als Politiker und politischer Journalist – Das Beispiel Willy Hellpach. In: Helmut E. Lück, Rudolf Miller (Hg.): Illustr. Geschichte der Psychologie. 2. Aufl. Weinheim 1999, S. 301–304
Stallmeister, Walter, Helmut E. Lück (Hg.): Willy Hellpach. Beiträge zu Werk und Biographie. Frankfurt am Main 1991
Stallmeister, Walter, Helmut E. Lück: Die Völkerpsychologie im Werk von Willy Hellpach. In: Gerd Jüttemann (Hg.): Wilhelm Wundts anderes Erbe. Göttingen 2006, S. 116–127
Wellek, Albert: Willy Hellpachs ‚Deutsche Physiognomik‘ und die Probleme einer Physiognomik überhaupt. In: Zeitschrift für angewandte Psychologie und Charakterkunde 66 (1943), H. ½, S. 1–41
Witte, Wilhelm: Willy Hellpach. In: Psychologische Beiträge 3, 1957, S. 3–20
Wolfradt, Uwe: Ethnologie und Psychologie. Die Leipziger Schule der Völkerpsychologie. Berlin 2011
Weitere völkerpsychologische Literatur:
Nuss, Bernard: Das Faust-Syndrom. Ein Versuch über die Mentalität der Deutschen, Bonn 1993
Müller-Freienfels, Richard: Psychologie des deutschen Menschen und seiner Kultur. München 1930
Germaine de Staël: Über Deutschland (1813). Herausgegeben und eingeleitet von Sigrid Metken, Stuttgart 1962
Vonderach, Andreas: Die deutschen Regionalcharaktere. Psychologie und Geschichte. Husum 2012
Vonderach, Andreas: Völkerpsychologie. Was uns unterscheidet. Schnellroda 2014

Anmerkungen

1? Neue Züricher Zeitung vom 16. 9. 1928, zit. n. Führ, Hellpach-Memoiren, S. XIII (Einleitung)
2? zit. n. Kaune, Willy Hellpach, S. 293
3? Hellpach-Memoiren 1925–1945, S. 49?f
4? Hellpach-Memoiren 1925–1945, S. 86
5? Wirken in Wirren, Bd. 1, S. 483
6? Willy Hellpach: Deutsche Physiognomik. Grundlegung einer Naturgeschichte der Nationalgesichter. 2. Aufl. Berlin 1949, S. 124
7? Hellpach, Deutsche Physiognomik, S. 56
8? Ebenda, S. 57?9? Ebenda, S. 58
10? Ebenda, S. 58?11? Ebenda, S. 61
12? Ebenda, S. 61?13? Ebenda, S. 62
14? Ebenda, S. 61?15? Ebenda, S. 61
16? Ebenda, S. 63
17? Kaune, Willy Hellpach, S. 334

 
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